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„Money for Nothing and Content for Free!“ Das Buch mit dem Zeug zum Klassiker!

Christian-Mathias Wellbrock, Professor in Hamburg und Christopher Buschow, Juniorprofessor in Weimar haben ein bemerkenswertes Buch geschrieben, der Titel: „Money for Nothing and Content for Free. Paid Content, Plattformen und Zahlungsbereitschaft im digitalen Journalismus.“ Die wissenschaftliche Arbeit an diesem Werk wurde von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen finanziert, im Nomos-Verlag, Baden-Baden ist das Werk in der Schriftenreihe Medienforschung als Band 82 erschienen. Harald Rau, Leiter des KomMa-Teams hat es jetzt für die aktuelle Ausgabe der wichtigsten deutschsprachigen medienökonomischen Zeitschrift, der „Medienwirtschaft“ rezensiert und kommt zu dem Schluss:

„Es mag ja sein, dass das System der Landesmedienanstalten vielleicht nicht obsolet so aber doch unbedingt reformbedürftig ist – zu dieser These jedenfalls steht auch der Rezensent des Bandes von Christian Wellbrock und Christopher Buschow. Man kann aber auf der anderen Seite eben auch nicht verhehlen, dass gerade durch die föderal organisierte Struktur dieses Anstaltsreigens ein breiteres Meinungsspektrum entsteht; besser: nicht nur Meinungs- sondern offenbar auch Forschungsspektrum, wie man mit Band 82 der Schriftenreihe Medienforschung im Nomos-Verlag nun vorgeführt bekommt.“

Die vorliegende Studie – man kann auch sagen: Es ist eine ganze Reihe von Studien, die hier zusammengeführt werden – ist, glaubt man Harald Rau, Professor für Kommunikationsmanagement in Salzgitter, vor diesem Hintergrund eine von Landesmedienanstalten (hier die nordrhein-westfälische) untersstützte und beauftragte Perle, die die beiden wichtigsten deutschen Medienökonomen der jüngeren Generation haben reifen lassen:

„Der Rezensent kennt keine der wichtigen internationalen Tagungen mit Medienökonomie- oder Medienmanagement-Schwerpunkt, die die beiden Wissenschaftler auslassen. Das sei hier auch deshalb angemerkt, weil das Werk zweifelsfrei durch eine kenntnisreiche internationale Perspektive geprägt ist; dies ist keinesfalls selbstverständlich und muss hier positiv hervorgehoben werden. Ein anderer Punkt erscheint von Bedeutung: Dieses Buch ist undogmatisch und rein an einem fraglos auch von der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen moderierten Erkenntnisinteresse entlang entwickelt. Das macht es wertvoll und lesenswert.“

Kein deutschsprachiges Buch, da ist sich der Rezensent sicher, hat bislang in ähnlicher Weise Erkenntnisse zur Zahlungsbereitschaft für journalistische Inhalte zusammengeführt. Allein Teil B des Buches würde dessen Publikation schon rechtfertigen, schreibt er, wenngleich hier die Anmerkung erlaubt sein müsse, dass an manchen Stellen, eine etwas ausführlichere Darstellung durchaus vorteilhaft gewesen wäre und führt dies mit Verweis auf die eingesetzte Statistik aus. Die kommunikationswissenschaftlich orientierte Medienökonomie, und das zeige das Werk, müsse wieder oder überhaupt im kommunikationswissenschaftlichen Kanon eine Schlüsselstellung erhalten! Dies betont Harald Rau in seinem pointierten Text auch deshalb, weil dem inhaltlichen Bedeutungszuwachs zumindest an den deutschen Universitäten eine deutliche Unterrepräsentation entgegensteht: „Ohne einen nicht zwingend monetär-gewinnmaximierenden ökonomischen Blick auf die Realitäten der Mediennutzung, auf Regulierungsinitiativen und die versuchte Einhegung von Auswüchsen auf Angebotsseite bleibt die Medienpolitik auf einem Auge blind.“, so Harald Rau wörtlich in der Rezension. Den gesamten Text gibt es auf der Seite der Medienwirtschaft.
Das Buch in der e-library des Nomos-Verlages.

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