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Fünf Jahre, viele Studien und jede Menge Erkenntnisgewinn

Wie ist es um die Innovationskraft im Medienmanagement auf der regionalen Ebene bestellt? Mit einem großen Feuerwerk an Veröffentlichungen feiert KomMa den Abschluss eines seiner wichtigsten Forschungsprojekte der vergangenen Jahre. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, arbeitete das Team über fünf Jahre hinweg an der Frage, wie sich Location-based Services (LBS), also standortbasierte Dienste für die regionale Medienkommunikation nutzen lassen, vereinte Akzeptanzstudien mit Marktanalysen und einer global angelegten Delphi-Befragung. Das KomMa-Team reiht sich mit dem Projekt und seinen Ergebnissen in eine kleine Gruppe von weltweit drei Zentren (USA, Norwegen, Salzgitter) mit Expertise auf diesem Feld ein.
Da die KomMa-Forschungen zumeist auch mit Blick auf konkrete Praxisorientierung angelegt sind, können hier die wesentlichen Erkenntnisse für die Praxis des regionalen Medienmanagements zusammengefasst werden. Wer Interesse am gesamten Abschlussbericht zum Projekt hat, einfach hier klicken

Und hier die wesentlichen Erkenntnisse für Manager regional orientierter Medien:
Erkenntnis 1: Das Management regionaler Medienhäuser ist klassisch orientiert (und will dies offenbar auch bleiben), es hat eine eher schwach ausgeprägte Fehlerkultur, lädt Mitarbeiter eher wenig zum Experimentieren mit neuen Technologien ein, reagiert auf wirtschaftlichen Druck mit Kürzungs- und Sparprogrammen und muss mit Blick auf das Projekt als eher zurückhaltend innovationsbereit eingestuft werden.
Erkenntnis 2: Innovationstreiber der Branche sind Startup-Unternehmen. Diese können am Markt vielfach noch nicht eigenständig überleben, zeigen aber gleichermaßen Entwicklungsmöglichkei-ten und Problemstellungen künftiger regionaler Medienkommunikation auf. Aus diesem Grund wurde in der Schlussphase des Projektes das Journalismus-Startup „Cluster“ als Partner mit aufgenommen.
Erkenntnis 3: Das Land Niedersachsen wird für Medieninnovatoren nicht als idealer Standort gesehen. Der Know-how-Abfluss kann in und mit dem vorliegenden Projekt nachweislich dokumentiert werden. Die Gründe liegen in einer vergleichsweise schwächer ausgeprägten VC- und Startup-Kultur, sowie in der Problematik, hochqualifizierte Mitarbeiter für Startup-Unternehmen zu begeistern. Hier rächt sich möglicherweise der Erfolg der Mobilitätsbranche in Niedersachsen, der dafür sorgt, dass hohe Einstiegsgehälter gezahlt werden können und Fachkräfte schnell vom Markt aufgesogen werden.

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