Kom­Ma im neu­en Hand­buch Medi­en­öko­no­mie: Meri­to­rik als zen­tra­les Kapitel!

Die öster­rei­chi­schen Medi­en­öko­no­men Jan Kro­ne und Tas­si­lo Pel­le­gri­ni haben ein Mam­mut­werk geschafft. Jetzt kam gleich in zwei Bän­den das Hand­buch Medi­en­öko­no­mie im Sprin­ger-Ver­lag her­aus. Im Werk ste­cken nahe­zu zehn Jah­re Arbeit. Und es zeigt sich: Kom­Ma ist und bleibt in Deutsch­land eine wich­ti­ge Hei­mat für die Medi­en­wirt­schaft mit sowohl volks- als auch betriebs­wirt­schaft­li­chen Bezü­gen. Spä­tes­tens die vor­lie­gen­de Publi­ka­ti­on macht es deutlich.

Harald Rau, Inha­ber der Kom­Ma-Pro­fes­sur, ist sehr pro­mi­nent gleich im ers­ten Kapi­tel des ers­ten Ban­des ver­tre­ten mit einem – aus sei­ner Sicht natür­lich selbst­ver­ständ­lich erschei­nen­den – wich­ti­gen und bedeut­sa­men Bei­trag für die Medi­en­öko­no­mie: „Meri­to­rik – eine Fra­ge der Prä­fe­ren­zen“ – so ist der Bei­trag über­schrie­ben und Rau ent­wi­ckelt auf gut 25 Sei­ten ein umfas­sen­des Kon­zept zur Medi­en­me­ri­to­rik, das über bis­her vor­han­de­ne Publi­ka­tio­nen deut­lich hinausweist.

Meri­to­rik begrün­det viel­fach Ein­grif­fe des Gesetz­ge­bers in das Medi­en­sys­tem, ist damit auch ein wich­ti­ges medi­en­po­li­ti­sches The­ma, wenn­gleich eine erfah­rungs­wis­sen­schaft­li­che Bestä­ti­gung bis­lang eher pro­ble­ma­tisch ist. Am wei­tes­ten hat in die­sem Punkt mög­li­cher­wei­se die kri­ti­sche Theo­rie gedacht, wor­in sich zeigt, dass Medi­en­öko­no­mie nie von gesell­schafts­theo­re­ti­schen Aspek­ten abge­spal­ten wer­den kann. Viel­mehr ist sie zen­tral für alles kom­munka­ti­ons­wis­sen­schaft­li­che Den­ken, vor allem dann, wenn es um Mas­sen­me­di­en oder Sozia­le Medi­en geht.

Im Buch gibt es übri­gens ein Wie­der­se­hen mit der gesam­ten Gemein­schaft for­schen­der Medi­en­öko­no­men im deutsch­spra­chi­gen Raum – beein­dru­ckend und bemer­kens­wert. Es ist ein wich­ti­ges Buch, weil es die Medi­en­öko­no­mie auch aus ihrem Schat­ten­da­sein her­aus­führt, das sie ange­sichts kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­li­cher Schwer­punk­te der meis­ten For­scher lan­ge Jah­re führte.

Und die­ses Buch zeigt, wie bedeu­tend Fach­hoch­schu­len sind, was die For­schungs­leis­tung betrifft. Denn wäh­rend an den Uni­ver­si­tä­ten die Medi­en­öko­no­mie nach wie vor gegen­über ande­ren Dis­zi­pli­nen stark unter­re­prä­sen­tiert ist, haben zahl­rei­che FH-Pro­fes­su­ren beacht­li­che wis­sen­schaft­li­che Erfol­ge erzie­len kön­nen. Kom­Ma zählt frag­los zu diesen.