Audio-​Uni: Neue Epi­so­de im Web-​Analytics-​Kurs zum The­ma Kennzahlen!

Die Audio-​Uni hat eine neue Pra­xisepi­so­de zum The­ma Kenn­zah­len der Web Ana­ly­tics ver­öf­fent­licht. Hier geht es um die Anwen­dung von Web-​Analytics-​Kennzahlen in der Pra­xis. Die Epi­so­de bezieht sich auf die vor­he­ri­ge Epi­so­de zum The­ma Ana­ly­se von Neu- und Bestands­kun­den und lässt die Exper­ten Maik Bruns (Metri­ka) und Mar­kus Nowak-​Trytko (Medi­a­Com) dazu sprechen.

Ins­ge­samt erschei­nen 16 Podcast-​Episoden, die sich mit unter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen der Web Ana­ly­tics beschäf­ti­gen. Die nächs­te Epi­so­de – ein Fazit und Aus­blick des Web-​Analytics-​Kurses – wird am 12. April ver­öf­fent­licht. Nach einer kos­ten­lo­sen Regis­trie­rung, las­sen sich die Epi­so­den direkt anhören!

Link zur Epi­so­de: https://audio-uni.ostfalia.de/episode/7‑b-praxisepisode-kennzahlen/

Foto: Maik Bruns

Eva­lua­ti­on der digi­ta­len Leh­re zum wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten

Wis­sen­schaft­lich arbeiten?

Für Stu­di­en­an­fän­ger ist das regel­mä­ßig eine beson­ders gro­ße Her­aus­for­de­rung. Man muss erst ler­nen, dass alle Sach­aus­sa­gen nicht nur gut begrün­det son­dern auch lücken­los belegt sein müs­sen. Für die Stu­di­en­gän­ge Medi­en­kom­mu­ni­ka­ti­on, Medi­en­ma­nage­ment und Kom­mu­ni­ka­tions­man­age­ment hat das KomMa-​Team die Ver­an­stal­tun­gen zum Wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten kom­plett in ein eben­so außer­ge­wöhn­li­ches wie zukunfts­ori­en­tier­tes For­mat gegossen. 

Inter­ak­ti­ve Kur­se auf der Platt­form Mood­le und eng­ma­schi­ge, sehr indi­vi­du­el­le Betreu­ung im Semes­ter gehen Hand in Hand. Den didak­ti­schen Theo­rie­rah­men stellt dabei die kom­pe­tenz­ori­en­tier­te und systemisch-​konstruktivistische Leh­re dar.

Wis­sen­schaft­li­ches Arbei­ten nach dem Wri­ting Code

KomMa-​Professor Harald Rau, Autor des UTB-​Buches „Der Wri­ting Code – bes­se­re Abschluss­ar­bei­ten in kür­ze­rer Zeit“ und Initia­tor des Lehr­pro­jek­tes zeigt sich begeis­tert von der Umset­zung: „Maja Bahr­ke und Ben­ja­min Rech haben hier gan­ze Arbeit geleis­tet und unzäh­li­ge, wich­ti­ge Erkennt­nis­se zum Wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten direkt in digi­ta­le For­ma­te über­setzt. Wir stel­len dabei aber auch fest, dass nichts an der per­sön­li­chen Betreu­ung und Unter­stüt­zung vorbeiführt.“

Unse­re Zie­le im wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten

In dem für unse­re Stu­die­ren­den des ers­ten und fünf­ten Semes­ters beson­ders her­aus­for­dern­den, digi­ta­len Semes­ter haben wir uns als Dozie­ren­de fol­gen­de Zie­le gesetzt: Wir akti­vie­ren Moti­va­ti­on zur Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und behal­ten die­se kon­se­quent bei. Wir blei­ben kon­ti­nu­ier­lich im Lern- und Arbeits­mo­dus. Wir stär­ken den Gemein­schafts­ge­dan­ken im Kurs. Wir bewah­ren stets gute Lau­ne! Das Feed­back nach drei Mona­ten Ein­füh­rung und Ver­tie­fung wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens ist ein­deu­tig: Wei­ter so! 

Stim­men der Stu­dis zum Kurs

Die dar­ge­stell­ten Stim­men stel­len eine Aus­wahl dar, die mit bes­tem Gewis­sen zusam­men­ge­tra­gen wur­de. Soll­te Inter­es­se an den voll­stän­di­gen Eva­lua­ti­ons­er­geb­nis­sen bestehen, bit­ten wir um kur­ze Nach­richt an Maja Bahr­ke oder Ben­ja­min Rech.

Der Kurs war hilf­reich, um einen Ein­stieg ins wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten zu fin­den. Gute Tipps und Emp­feh­lun­gen von Sei­ten etc. für die Haus­ar­beit. Auch eine gute Mög­lich­keit um Feed­back zu bereits Geschrie­be­nem zu bekommen.

Erst­se­mes­ter Medienkommunikation

Ein sehr hilf­rei­cher Kurs, der ehe­ma­li­gen Stu­die­ren­den der Ost­fa­lia gefehlt hat, wie ich mit­be­kom­men habe. Ins­be­son­de­re die regel­mä­ßi­ge Rück­fra­ge danach, ob die gebo­te­nen Inhal­te den Stu­die­ren­den über­haupt gehol­fen haben oder ob es ande­re Berei­che gibt, in denen eher ein Fokus gesetzt wer­den soll­te waren sehr hilf­reich, wir wur­den mit in die Pla­nung integriert.

Fünft­se­mes­ter Medienmanagement

Tol­ler Kurs, sehr hilf­reich, durch Men­ti gute Inter­ak­ti­on, sym­pa­thi­sche, freund­li­che und hilfs­be­rei­te Dozenten

Ver­tie­fung wis­sen­schaft­li­chen Arbeitens

Mir hat die Kom­bi­na­ti­on aus allem sehr gut gefal­len. Das Ler­nen macht Spaß und man sieht sei­nen Erfolg.

Ein­füh­rung in das wis­sen­schaft­li­che Arbeiten

An sich möch­te ich noch was zu den Dozen­ten sagen. Ich bin wirk­lich begeis­tert, wie inten­siv auf uns ein­ge­gan­gen wird. Wir wer­den immer mit­ein­be­zo­gen und eine Über­zie­hung der Vor­le­sung extra für die Stu­die­ren­den war auch mal drin. Und im Ver­gleich zu ande­ren Moodle-​Kursen ist die­ser extrem anspre­chend gestal­tet. Nicht nur Text über Text son­dern auch Bil­der, die einem die Ori­en­tie­rung erleich­tern und hier und da Vide­os, die einem das zu Erler­nen­de noch­mal deut­li­cher machen. Alles in Allem ein DICKES FETTES DANKE 🙂

Erst­se­mes­ter Medienkommunikation

Für mich per­sön­lich wäre weni­ger mehr. Ich fand den Moddle-​Kurs von der Usa­bi­li­ty sehr ver­wir­rend und unüber­sciht­lich (sic) und habe teil­wei­se sehr lan­ge gebraucht, um die gesuch­ten Inhal­te zu fin­den. Das Wiki von Mood­le hat zudem vie­le Bugs gehabt und war sehr schwie­rig zu bedie­nen. Das alles liegt vor allem an Mood­le selbst, den­noch wäre ein von sei­ten der Dozie­ren­den weni­ger gefüll­ter Kurs deut­lich über­sicht­li­cher gewe­sen. Fokus auf dem, was wirk­lich nötig ist.

Ver­tie­fung wis­sen­schaft­li­chen Arbeitens

Klas­se Ver­an­stal­tun­gen, bei denen ich mich beson­ders durch den Ein­satz von Men­ti und das umfang­rei­che Ange­bot auf Mood­le sehr gut auf­ge­ho­ben gefühlt habe.

Fünft­se­mes­ter Medienmanagement

Der Moodle-​Kurs war super hilf­reich. Ins­ge­samt eine sehr gute Ver­an­stal­tung, auch die Übun­gen und vorl­an­ge­legt (sic) die reglmä­ßi­gen Auf­ga­ben zur Abga­be haben auch gehol­fen, dass man sich damit beschäf­tigt hat. Bewer­tung der Quel­len­su­che von euch fand ich auch gelungen!

Ein­füh­rung in das wis­sen­schaft­li­che Arbeiten

[…] Zudem fin­de ich, dass ein paar zu vie­le neue Metho­den ein­ge­baut wur­den wie z.B. bei der Vor­stel­lung der For­schungs­me­tho­den, da hät­te man zuvor schon klar defi­nie­ren sol­len was ansteht und uns nicht ins “kal­te Was­ser” sprin­gen las­sen sol­len. Zudem fin­de ich die Anfor­de­run­gen für den Pro­zent­an­teil, die das Fach an den Credits hat, nicht ver­hält­nis­mä­ßig und auch die Erwar­tun­gen etwas zu hoch gesteckt.

Ver­tie­fung wis­sen­schaft­li­chen Arbeitens

Der Kurs war sehr hilf­reich und für mich per­sön­lich auch nötig, im die Grund­la­gen zu erler­nen. Ich habe von ande­ren gehört, dass deren Unis/​Hochschulen das gan­ze nicht anbie­ten, des­halb bin ich sehr dank­bar hier die Mög­lich­keit zu bekommen!

Erst­se­mes­ter Medienkommunikation

Das war mit Abstand die bes­te Ver­ant­stal­tung (sic) mei­nes Stu­di­ums! Man merkt, dass man euch alles fra­gen kann und das ihr euch auf alles vor­be­rei­tet. Ihr habt ein­fach an alles gedacht

Fünft­se­mes­ter Medienmanagement

Im „Home-​Hörsaal“ erfolg­reich ler­nen, sich selbst orga­ni­sie­ren und moti­viert bleiben?

Das digi­ta­le Semes­ter ver­langt den Stu­die­ren­den und Dozie­ren­den eini­ges ab. Wie bei­de Sei­ten die­se Zeit pro­duk­tiv und zufrie­den für sich nut­zen kön­nen, erfah­ren Sie in:
„Ler­nen macht Spaß! Wie sys­te­mi­sche Leh­re digi­tal moti­viert“ am Mitt­woch, 24.03.2021, 16:30 Uhr in der E‑Teaching-​Infothek.

„Freie Pro­jek­te“ im Mas­ter Kom­mu­ni­ka­tions­man­age­ment starten

Seit Anfang Okto­ber prä­sen­tiert sich der Mas­ter­stu­di­en­gang Kom­mu­ni­ka­tions­man­age­ment auf ver­än­der­te Wei­se: noch fle­xi­bler, noch dyna­mi­scher und voll­stän­dig indi­vi­dua­li­siert. Das ist das Ergeb­nis der Bemü­hun­gen des KomMa-​Teams im Rah­men der Reak­kre­di­tie­rung der Medi­en­stu­di­en­gän­ge in Salz­git­ter. Im Team ist man davon über­zeugt, dass damit ein moder­nes und ziel­füh­ren­des, vor allem breit ange­leg­tes Stu­di­en­an­ge­bot im Feld Kom­mu­ni­ka­tions­man­age­ment ent­steht, das sehr indi­vi­du­el­le Wege durch das Stu­di­um und damit in die beruf­li­chen Rea­li­tä­ten erlaubt.

Dreh- und Angel­punkt sind „freie Pro­jek­te“. Die­se wur­den als Studien- und Prü­fungs­form in der Ver­gan­gen­heit ent­wi­ckelt und über­zeu­gen Stu­die­ren­de wie Leh­ren­de. Ab sofort kön­nen sie für die Semes­ter­la­ge zwei und drei als Praxis‑, als Forschungs- oder auch als kom­bi­nier­te Praxis- und For­schungs­pro­jek­te selbst ent­wi­ckelt wer­den. Stu­die­ren­de füh­ren zwei ein­zel­ne Semes­ter­pro­jek­te oder ein gro­ßes, ganz­jäh­ri­ges Pro­jekt durch, ori­en­tie­ren sich ganz nach Wunsch eher in Rich­tung For­schung oder in Rich­tung Pra­xis. Der Clou: Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten bewer­ben sich selbst­stän­dig bei einem oder einer der acht mög­li­chen Professor:innen aus den Insti­tu­ten für öffent­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und für Medienmanagement.

Im KomMa-​Team ist man davon über­zeugt, dass dadurch die Qua­li­tät des Stu­di­en­gangs steigt. Roland Göb­bel, der im Rah­men sei­ner Lehr­ver­an­stal­tung „Metho­den­kom­pe­tenz“ die Ent­wick­lung von Pro­jek­ten mit den Stu­die­ren­den trai­nier­te und die Bewer­bun­gen koor­di­nier­te, sagt dazu: „Die the­ma­ti­sche Viel­falt und der hohe Ideen­reich­tum der ins­ge­samt 68 ein­ge­reich­ten Pro­jekt­skiz­zen fan­den gro­ßen Anklang im Kol­le­gi­um. So konn­ten die betreu­en­den Dozie­ren­den bei der Aus­wahl der über­zeu­gends­ten Pro­jekt­ideen aus dem Vol­len schöpfen.“

Die 23 Stu­die­ren­den des KM-​Jahrgangs 2020/​21 star­ten heu­te am 15. März in die zwei­se­mest­ri­ge Pro­jekt­pha­se, in der in aus­ge­wo­ge­nem Ver­hält­nis Praxis- und For­schungs­pro­jek­te, Einzel- und Grup­pen­pro­jek­te sowie Semester- und Ganz­jah­res­pro­jek­te durch­ge­führt wer­den. Das KomMa-​Team wünscht allen Betei­lig­ten viel Freu­de und Erfolg bei der Umset­zung der zahl­rei­chen indi­vi­du­el­len Projektideen.

Foto: javier true­ba /​ unsplash

Die Audio-​Uni: Neue Epi­so­de zu daten­ge­trie­be­nem Mar­ke­ting mit Tom Alby!

Die Audio-​Uni hat eine neue Pra­xisepi­so­de zum The­ma “Daten­ge­trie­be­nes Mar­ke­ting” ver­öf­fent­licht. In die­ser Epi­so­de gibt Tom Alby einen Über­blick über das Daten­ge­trie­be­ne Mar­ke­ting und erläu­tert zum Bei­spiel in wel­che ein­zel­nen Schrit­te es sich glie­dern lässt.

Ins­ge­samt erschei­nen 16 Podcast-​Episoden, die sich mit unter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen der Web Ana­ly­tics beschäf­ti­gen. Die nächs­te Epi­so­de wird am 22. März ver­öf­fent­licht und beant­wor­tet die Fra­ge: “Inwie­fern unter­schei­den sich die Kenn­zah­len einer Neu- und Bestands­kun­den­ana­ly­se?”. Nach einer kos­ten­lo­sen Regis­trie­rung, las­sen sich die Epi­so­den direkt anhören!

Link zur Epi­so­de: https://audio-uni.ostfalia.de/episode/6‑b-praxisepisode-interview-mit-tom-alby/

Foto: Tom Alby

Audio-​Uni: Daten­ge­trie­be­nes Mar­ke­ting mit Frank Reese

Die Audio-​Uni hat eine neue Epi­so­de zum The­ma “Daten­ge­trie­be­nes Mar­ke­ting” ver­öf­fent­licht. In die­ser Epi­so­de spricht Frank Ree­se zum Bei­spiel dar­über was Daten­ge­trie­be­nes Mar­ke­ting aus­macht und wel­che Rol­le Web Ana­ly­tics in die­sem Bereich spielen.

Ins­ge­samt erschei­nen 16 Podcast-​Episoden, die sich mit unter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen der Web Ana­ly­tics beschäf­ti­gen. Die nächs­te Epi­so­de wird am 8. März ver­öf­fent­licht und zeigt ein Inter­view mit Tom Alby eben­falls zum The­ma Data-​Driven-​Marketing. Nach einer kos­ten­lo­sen Regis­trie­rung, las­sen sich die Epi­so­den direkt anhören!

Link zur Epi­so­de: https://audio-uni.ostfalia.de/episode/6‑a-interview-mit-frank-reese/

Foto: Sam Moqa­dam /​ Unsplash

Die Hoch­schu­le von Mor­gen über­zeugt mit Medienkompetenz

Die Digi­ta­li­sie­rung der Hoch­schul­leh­re stellt bewähr­te Sys­te­me vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen – gewohn­te Rou­ti­nen wer­den durch­bro­chen, das Sys­tem muss sich an vie­len Punk­ten neu (er)finden. Das heißt auch: die Hoch­schul­leh­rer und Hoch­schul­leh­re­rin­nen von Mor­gen benö­ti­gen ein ver­än­der­tes „Set“ an Fähig­kei­ten, Fer­tig­kei­ten und eben – Kom­pe­ten­zen. Mög­li­cher­wei­se muss man auch eher weni­ger von Digi­ta­li­sie­rung denn von Medi­a­li­sie­rung spre­chen, wenn man über Hoch­schul­leh­re der Zukunft spricht oder schreibt, eine Zukunft, die bereits begon­nen hat. Die Fra­gen lau­ten: Wann, wo und wie las­sen wir unse­re kom­mu­ni­ka­ti­ven Bezie­hun­gen in der Leh­re von Medi­en stüt­zen? Über wel­che Kanä­le ver­mit­teln wir wel­che Bot­schaf­ten? Wel­che Medi­en set­zen wir ein, und wie kön­nen digi­ta­le For­ma­te aus­se­hen? Schließ­lich: War­um soll­ten Hoch­schu­len zuneh­mend pro­fes­sio­nel­ler wer­den, was den Ein­satz von digi­tal ange­leg­ten Lehr­me­di­en betrifft?

Drei Erkennt­nis­se prä­gen die inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit digi­ta­ler Hoch­schul­leh­re. Num­mer eins: Es geht, es geht bes­ser, als vie­le den­ken. Erkennt­nis Num­mer zwei: Es ist anstren­gen­der, deut­lich anstren­gen­der und zeit­rau­ben­der als vie­le in ihren schlimms­ten Träu­men befürch­ten. Erkennt­nis Num­mer drei: Wer digi­ta­le Hoch­schul­leh­re ernst­nimmt, und wer dafür Hin­ga­be zeigt und noch mehr Hirn­schmalz inves­tiert, erzielt gute und sehr gute Ergeb­nis­se. Alle, die sich ernst­haft dar­auf ein­las­sen, wer­den bestä­ti­gen kön­nen: Beson­ders gut funk­tio­niert das mit der Digi­ta­li­sie­rung in semi­na­ris­ti­schen Kur­sen, bei denen am Ende des Semes­ters Haus- oder Pro­jekt­ar­bei­ten abge­ge­ben wer­den müs­sen. Eine pro­to­ty­pi­sier­te, digi­tal gestütz­te Lehr-​Routine könn­te dann so aus­se­hen: In der ers­ten Stu­fe wird eine Pro­jekt­skiz­ze ent­wi­ckelt und elek­tro­nisch auf einer Platt­form ein­ge­reicht (1.) – wie die­se Skiz­ze aus­zu­se­hen hat, ist für alle Semi­nar­teil­neh­mer per For­mu­lar vor­ge­ge­ben. Dann bewer­ten Teil­neh­mer: gegen­sei­tig ihre Abga­ben (2.) – auch dafür gibt es ein stan­dar­di­sier­tes For­mu­lar, bei dem jeder sich ein Urteil über ver­schie­de­ne Aspek­te per Ankreu­zen bil­den darf – und damit eben auch die eige­ne Arbeit noch ein­mal in Fra­ge stel­len kann und muss: Ist das The­ma ver­ständ­lich for­mu­liert? Ist die Pro­jek­t­um­set­zung pass­ge­nau am Semi­nar­kon­text aus­ge­rich­tet? Stimmt der theo­re­ti­sche Hin­ter­grund? Pas­sen Beschrei­bung und der so genann­te „Workload“ zuein­an­der, also ergän­zen sich Skiz­ze und geplan­ter Arbeits­auf­wand für das Seminar?

All dies kön­nen die Teil­neh­mer bewer­ten – und ihren Kom­mi­li­to­nen zurück­mel­den, weil auch die­ses For­mu­lar auf der Platt­form gespei­chert wird. Erst nach­dem die Pro­jekt­skiz­zen mit den Hin­wei­sen der Mit­stu­die­ren­den ange­passt und in einer zwei­ten Fas­sung for­mu­liert sind (3.), kom­men­tie­ren die Leh­ren­den die For­mu­la­re mit kon­kre­ten Hin­wei­sen, sie geben Anre­gun­gen, kri­ti­sie­ren und for­mu­lie­ren mög­lichst prä­zi­se Hil­fe­stel­lun­gen (4.). Dann dür­fen die Stu­die­ren­den ihre Basis­ideen anpas­sen, viel­leicht die ursprüng­li­che Skiz­ze etwas kon­kre­ter aus­for­mu­lie­ren (5.). Erst im Anschluss kommt es zur Begeg­nung – der Ansatz, das The­ma, die Struk­tur, der rote Faden wird im Gespräch, Face-​to-​Face, bes­ser: Videobild-​zu-​Videobild online dis­ku­tiert: ent­we­der mit jedem ein­zel­nen (bei klas­si­schen Haus- oder Semi­nar­ar­bei­ten) oder aber mit gan­zen Pro­jekt­teams, je nach­dem für wel­che Arbeits­wei­se man sich im Semi­nar ent­schie­den hat (6.). Man trifft sich online – im Han­gout, bei Duo, Sky­pe, Whats­App, bei Face­time, Zoom, im Facebook-​Messenger oder mit Hil­fe des Video­über­tra­gungs­sys­tems „Big Blue But­ton“. Jede die­ser Vari­an­ten hat ihre Vor- und Nach­tei­le. Bleibt zu bemer­ken: Beherr­schen soll­te man als Hoch­schul­leh­rer und Hoch­schul­leh­re­rin inzwi­schen alle die­se Sys­te­me, was sich im Regel­fall als unpro­ble­ma­tisch dar­stellt, da ja vie­les intui­tiv gestal­tet ist und sich beim Aus­pro­bie­ren ergibt.

Der größ­te Unter­schied in sol­cher­ma­ßen orga­ni­sier­ter digi­ta­ler Leh­re liegt nicht in der Tech­nik selbst, er liegt dar­in, wie Gesprä­che online ver­lau­fen, wel­che Schwer­punk­te gesetzt und wel­che Inhal­te in ihnen aus­ge­brei­tet wer­den. Kon­sul­ta­tio­nen für Semi­nar­ar­bei­ten und Pro­jek­te, die mit­tels Video­te­le­fo­nie durch­ge­führt wer­den, sind erstaun­li­cher wei­se manch­mal deut­lich effek­ti­ver als Sprech­stun­den, bei denen man sich im Semi­nar­raum oder Büro trifft. So zumin­dest der empi­risch nur an weni­gen Bei­spie­len geprüf­te Ein­druck aus Gesprä­chen, die der Autor in den ver­gan­ge­nen Mona­ten im Kol­le­gi­um füh­ren durf­te. Wor­an das liegt? Wäh­rend Stu­die­ren immer etwas mit Den­ken, mit Kogni­ti­on zu tun hat, spie­len im Büro, bei einer Sprech­stun­de von Ange­sicht zu Ange­sicht Emo­tio­nen oft eine wich­ti­ge­re Rol­le. Man ist sich unsi­cher, glaubt, schnell zu ver­ste­hen, das Pro­blem genau zu erfas­sen und erkennt dann erst spä­ter, dass man viel­leicht doch noch eine zusätz­li­che Fra­ge hät­te stel­len müs­sen; man ach­tet auf das Umfeld, auf Befind­lich­kei­ten, auf die Atmo­sphä­re, die Stim­mung. Vie­les davon fällt beim Online-​Austausch weg. Das sehen vie­le Mana­ger übri­gens als gro­ßen Nach­teil von „Home Office“, hier kann es als Vor­teil for­mu­liert wer­den: Online wird im semi­na­ris­ti­schen Kon­text häu­fi­ger nach­ge­fragt. Bezo­gen auf die digi­ta­le Hoch­schul­leh­re und damit alle Ver­an­stal­tungs­for­ma­te gilt: Ent­schei­dend ist die Didak­tik! Ent­schei­dend sind die intel­li­gen­ten Ant­wor­ten auf die Fra­ge, wie man wel­che Inhal­te in eine Struk­tur, in eine Logik, genau­er: in eine Ver­mitt­lungs­lo­gik über­führt. Wer heu­te Schwie­rig­kei­ten in und mit der Online-​Umsetzung von Lehr­an­ge­bo­ten hat, darf sich also noch ein­mal inten­si­ver mit dem gene­rel­len „Wie“ beschäf­ti­gen, mit der Fra­ge, auf wel­che Wei­se The­men­fel­der oder Schwer­punk­te the­ma­ti­siert wer­den wol­len. Es gibt zahl­rei­che Kon­zep­te – vie­le von ihnen bereits aus den 1970er Jah­ren, sie funk­tio­nie­ren auch in der Online­welt. Mit H5P-​Anwendungen, die sich bei­spiels­wei­se her­vor­ra­gend in Moodle-​Umgebungen ein­pas­sen las­sen, steht zudem für die medi­en­ver­mit­tel­te Hoch­schul­leh­re ein nahe­zu unbe­grenz­ter Werk­zeug­kas­ten didak­ti­scher Umset­zun­gen zur Verfügung.

Ein gro­ßes Pro­blem bei alle­dem: Wie berech­net man den Auf­wand, wie bil­det man digi­ta­le Hoch­schul­leh­re in Lehr­ver­pflich­tungs­ver­ord­nun­gen ab, die bis­lang aus­schließ­lich auf „Kon­takt­zeit“ im Sin­ne von „Dann-​stehe-​ich-​im-​Hörsaal-​oder-​Seminar“ aus­ge­legt sind und Leh­re in Semes­ter­wo­chen­stun­den (SWS) oder Lehr­ver­an­stal­tungs­stun­den (LVS) erfas­sen. Okay, es fin­det sich bei nähe­rer Suche auch ein Hin­weis aufs Digi­ta­le: „Die Erstel­lung und Betreu­ung von Mul­ti­me­dia­an­ge­bo­ten kann in einem dem Zeit­auf­wand ent­spre­chen­den Umfang bei der Erfül­lung der Lehr­ver­pflich­tung berück­sich­tigt wer­den.“ So steht es bei­spiels­wei­se in der Lan­des­lehr­ver­pflich­tungs­ver­ord­nung von Nie­der­sach­sen, genau­er defi­niert wird auch in ande­ren Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen der Län­der nicht. Ange­sichts aktu­el­ler Gege­ben­hei­ten steht die Fra­ge im Raum, ob die Wäh­rung „LVS“ in der Pra­xis digi­ta­ler Leh­re über­haupt noch zeit­ge­mäß ist. Kon­sul­ta­tio­nen fin­den häu­fi­ger statt, sind umfang­rei­cher, Vor­le­sun­gen manch­mal kür­zer, dich­ter und viel­leicht auch effek­ti­ver. Zumin­dest dann, wenn sie gut pro­du­ziert sind. Ergo: Leh­re, die alle digi­tal ver­füg­ba­ren Werk­zeu­ge und Mög­lich­kei­ten aus­schöpft, wird von den geschaf­fe­nen Anreiz­sys­te­men nicht erfasst, und sie wird vom poli­ti­schen Akteur nicht aktiv geför­dert. Denn gute digi­ta­le Leh­re zieht alle Regis­ter der Inter­ak­ti­on, mischt Lehr­for­men und Gen­res, und ihre Akteu­re sind in der Lage selbst­si­cher Kanal­ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Das heißt, sie kön­nen schnell und am jeweils beab­sich­tig­ten Lern­er­geb­nis ori­en­tiert ent­schei­den, wel­che Lern­auf­ga­ben in Form von Büchern, kür­ze­ren Bei­trä­gen und Tex­ten, in Form von Audio­da­tei­en, Video, inter­ak­ti­ven Foli­en­sät­zen, „Live­kor­rek­tu­ren“, eines Quiz, einer Sor­tier­auf­ga­be oder der gegen­sei­tig digi­tal ver­teil­ten Kor­rek­tur von Haus­auf­ga­ben gestellt wer­den. All dies geschieht vor dem Hin­ter­grund didak­tisch sinn­vol­ler Ent­schei­dun­gen und sorg­fäl­ti­ger Abwä­gun­gen. Moder­ne On- und Off­line­leh­re unter­schei­den sich am Ende nur durch die gewähl­ten Medi­en, oder, bes­ser: Kanäle.

Ganz unab­hän­gig davon, wie das Bewer­tungs­pro­blem poli­tisch gelöst wer­den kann, wird man am Ende zur Erkennt­nis gelan­gen, dass aus­ge­hend von einem zuneh­men­den Wett­be­werb im Hoch­schul­we­sen jene pro­fi­tie­ren, deren Lehr­per­so­nal hohe Medi­en­kom­pe­tenz bezo­gen auf Nut­zung, Pro­duk­ti­on und Kanal­ent­schei­dun­gen besitzt. Ein wei­te­rer Aspekt: Je mehr Bedeu­tung die medi­en­ver­mit­tel­te Leh­re erlangt, umso stär­ker rückt die Arbeit mit Stu­die­ren­den an deren Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen ins Blick­feld. Spinnt man die­se Gedan­ken­strän­ge wei­ter, dann benö­tigt moder­ne Leh­re zwei grund­le­gen­de Neu­ord­nun­gen: ers­tens jene, die sich auf die Anreiz­sys­te­me bezieht, zwei­tens eine, die sich die Lehr Lern-​Beziehung vor­nimmt. Bei der letzt­ge­nann­ten wären die Lern­auf­ga­ben (im Sin­ne von Ver­än­de­rungs­an­for­de­run­gen) auf Sei­ten der Leh­ren­den min­des­tens so umfas­send wie jene auf Sei­ten der Ler­nen­den: Im einen Fall geht es ins­be­son­de­re um Medien- (oder Kanal-) im ande­ren um Selbstorganisationskompetenz.

Wenn Hoch­schu­len Bil­dungsr­ein­rich­tun­gen blei­ben wol­len (die ohne Zwei­fel Erkennt­nis­se aus der For­schung unmit­tel­bar umset­zen wol­len, nicht dass jemand auf fal­sche Ideen kommt), dann wird dies nur mit Hil­fe einer (schlüssel-)kompetenzorientierten Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve gelin­gen. Man kann dies auch viel ein­fa­cher for­mu­lie­ren: Hoch­schul­leh­rer sind die direk­te Leh­re in Hör­saal oder Semi­nar gewohnt, sie sind kei­ne Bewegtbild-​Profis mit TV-​Routine: Dies gilt für den Auf­tritt vor Kame­ras, für Dik­ti­on und didak­ti­sche Umset­zung der Lehr­in­hal­te, dies gilt auch und gera­de für die For­mu­lie­rung von Tex­ten, die „sprech­bar“ sind. Die Arbeit mit Mikro­fon und Schnitt­soft­ware, vor der Kame­ra sowie bei „Sto­ry­boar­ding“, Kon­zep­ti­on, Bild­kom­po­si­ti­on und Nach­be­ar­bei­tung erfor­dern recht umfas­sen­des krea­ti­ves und tech­ni­sches Know-​how – und die Rol­le des Hoch­schul­leh­rers unter­schei­det sich in die­ser Situa­ti­on dia­me­tral vom Auf­tritt im Hör­saal oder dem Dis­kurs im Seminar.

Natür­lich kann man Lehr­ver­an­stal­tun­gen direkt mit meh­re­ren Kame­ras in der kon­kre­ten Hör­saal­si­tua­ti­on umzu­set­zen. Aber auch das erfor­dert gute Regie. Wer eine 90-​minütige Lehr­ver­an­stal­tung inklu­si­ve Nach­be­ar­bei­tung sorg­fäl­tig mit Hil­fe von AV-​Medien umset­zen will, benö­tigt abhän­gig von der Kon­zep­ti­on zwi­schen 15 und 150 Stun­den an Umset­zungs­zeit. Dies wür­de dann fol­gen­de Arbei­ten mit umfas­sen: didak­ti­sches Kon­zept, Aus­wahl der The­men für Ein­spiel­fil­me, Dreh­ar­bei­ten für die Ein­spiel­fil­me, Schnitt und Ton­nach­be­ar­bei­tung der Ein­spie­ler, Auf­zeich­nung der Mode­ra­ti­on und fina­le Nach­be­ar­bei­tung. Noch umfang­rei­cher bezo­gen auf den Produktions-​Workload fal­len Moodle-​Kurse aus, die neben Audio­an­ge­bo­ten, Film­zu­spie­lun­gen, Ani­ma­tio­nen und die Anwen­dung wei­te­rer H5P-​Werkzeuge umfas­sen. Wohl­ge­merkt: Digi­ta­le Leh­re mit sou­ve­rä­nen Kanal­ent­schei­dun­gen sucht Pro­fes­sio­na­li­tät. Wer sich heu­te in der Bil­dungs­land­schaft tum­melt, wird eine Viel­zahl von Ergeb­nis­sen der audio­vi­su­el­len Umset­zung von Lehr­in­hal­ten fin­den, die den Seh­ge­wohn­hei­ten der Ziel­grup­pe – Stu­die­ren­de – kaum ent­spre­chen. Die­se Seh­ge­wohn­hei­ten sind geprägt von oft ein­fach, im Kern aber sehr pro­fes­sio­nell umge­setz­ten Bewegt­bild­an­ge­bo­ten auf Online-kanälen.

Ein Vor­schlag zur Güte: Bewegt­bild steht für die hohe Kunst der medi­en­ver­mit­tel­ten Hoch­schul­leh­re. Bezo­gen auf die Medi­en­kom­pe­tenz soll­ten Leh­ren­de des­halb zuerst ihre Fähig­kei­ten im Bereich Audio­pro­duk­ti­on aus­bau­en und ler­nen, „Spre­che zu schrei­ben“, wie dies im Titel zu die­sem Bei­trag ange­regt ist. Übri­gens selbst dann, wenn beweg­tes Bild­ma­te­ri­al hin­zu­kommt, bleibt die Ton­spur ein ent­schei­den­der Kanal, in der Pro­duk­ti­on von Doku­men­tar­fil­men bei­spiels­wei­se gilt seit jeher die Regel: Ton vor Bild. Der zusätz­li­che Vor­teil, der sich auf die­se Wei­se bie­tet: Didak­tik kann zur Podcast- und damit zur Unter­weg­s­di­dak­tik avan­cie­ren und in Auto­ra­di­os oder über das Mobil­te­le­fon im Öffent­li­chen Personen-​Nahverkehr genutzt wer­den. Nun stel­len gute Audio­an­ge­bo­te eben­falls vor Her­aus­for­de­run­gen – die­se jedoch sind von deut­lich gerin­ge­rem Umfang, als dies im Rah­men von „Bewegt­bild­leh­re“ der Fall ist. Grund­sätz­lich kön­nen auch rei­ne Hör­an­ge­bo­te Flip­ped Classroom-​Konzepte unter­stüt­zen, Lern­in­hal­te struk­tu­rie­ren und einen Dis­kurs befeu­ern. Da die audio­vi­su­el­le Umset­zung in der Anschau­ung, oft sub­op­ti­mal erscheint, könn­te die Audio-​plus-​Skript-​Variante eine durch­aus inter­es­san­te Alter­na­ti­ve bie­ten, die einer „Bescha­dung“ der Leh­ren­den durch Schrott­vi­de­os entgegensteht.

Eines soll­te zum Schluss noch erwähnt wer­den: die Angst, dass man als Leh­ren­der vor Ort nichts mehr zu tun hat, weil nun alles die AV-​Profis über­neh­men und man selbst nur mit deren Inhal­ten arbei­ten kann. Nun, die­se Angst ist dann zumin­dest unbe­grün­det, wenn man sich in der Leh­re dar­auf besinnt, was Men­schen ver­än­dert, was sie ent­wi­ckelt. Der ent­schei­den­de Fak­tor heißt „Beglei­tung“ (der Autor war hier ver­sucht zu schrei­ben: „lie­ben­de Beglei­tung“, viel­leicht soll­te man zumin­dest „zuge­wand­te Beglei­tung“ for­mu­lie­ren) – und die braucht den per­sön­li­chen Kon­takt, den Aus­tausch – ob digi­tal oder ana­log ver­mit­telt, sie erfor­dert, den ein­zel­nen Men­schen zu sehen, des­sen Mög­lich­kei­ten und Anstren­gungs­mo­ti­va­ti­on. In Lern­kri­sen müs­sen Leh­ren­de zur Sei­te ste­hen und zum Wei­ter­ma­chen moti­vie­ren. Ein wich­ti­ger Satz in die­sem Kon­text stammt von Timo­thy Slay­ter, der unter ande­rem das Buch „Uni­ver­si­ty Tea­ching Mat­ters“ geschrie­ben hat. Er sagt sinn­ge­mäß: „Gute Leh­re ist hoch kom­plex, und sie führt auf bei­den Sei­ten zu Frus­tra­tio­nen“. Die­se Frus­tra­tio­nen sind wich­tig, denn nur sie kön­nen am Ende zu Höchst­leis­tun­gen moti­vie­ren, ein Über-​Sich-​Hinauswachsen ermög­li­chen. Ler­nen ist anstren­gend – und es muss und darf an inne­re Gren­zen füh­ren, je öfter dies der Fall ist, des­to erfolg­rei­cher das Bil­dungs­sys­tem. Die Digi­ta­li­sie­rung gibt neue Mög­lich­kei­ten an die Hand, Kom­ple­xi­tät zu beherr­schen. Wenn Hoch­schul­leh­re wie von Timo­thy Slay­ter beschrie­ben hoch kom­plex ist, dann soll­ten wir die­se Mög­lich­kei­ten begrü­ßen, ja nach­ge­ra­de umar­men, uns ihrer anneh­men und dafür auch die poli­ti­schen Wei­chen stel­len. Wir haben aktu­ell die Chan­ce, das bes­te aller denk­ba­ren Sys­te­me hoch­schul­ge­bun­de­ner Bil­dung zu schaf­fen. Wir soll­ten sie nicht unge­nutzt vor­bei­zie­hen lassen!

Gra­fik: Johan­na Benz /​ johannabenz.de

Die Audio-​Uni: Mar­tin Schirm­ba­cher über DSGVO bei Web Ana­ly­tics und Tracking!

Was ist bei einer Web-​Analyse im Bezug auf die DSGVO zu beach­ten? Die Audio-​Uni hat eine neue Epi­so­de zum The­ma DSGVO bei Web Ana­ly­tics und Tracking ver­öf­fent­licht. Wie wer­den Web Ana­ly­tics daten­schutz­kon­form ein­ge­setzt und war­um ist das welt­weit belieb­tes­te Tracking­tool Goog­le Ana­ly­tics umstrit­ten? Zusam­men mit Rechts­an­walt Mar­tin Schirm­ba­cher spricht die Audio-​Uni über DSGVO bei Web Ana­ly­tics und Tracking die­se wei­te­re Fra­gen zum Daten­schutz beantwortet.

Ins­ge­samt erschei­nen 16 Podcast-​Episoden, die sich mit unter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen der Web Ana­ly­tics beschäf­ti­gen. Die nächs­te Epi­so­de wird am 1. März ver­öf­fent­licht und führt in das daten­ge­trie­be­ne Mar­ke­ting ein. Nach einer kos­ten­lo­sen Regis­trie­rung, las­sen sich die Epi­so­den direkt anhören!

Link zur Epi­so­de: https://audio-uni.ostfalia.de/episode/5‑a-was-ist-bei-einer-web-analyse-in-bezug-auf-die-dsgvo-zu-beachten/

Foto: HÄRTING Rechts­an­wäl­te

Shift from Tea­ching to Learning

In der Fach­welt wird als “Shift from Tea­ching to Lear­ning” ver­stan­den, wenn Leh­ren­de dar­über reflek­tie­ren wie Ler­nen und Leh­ren zusam­men­hän­gen. Wenn bewusst wird wie die eige­nen Kon­zep­te davon, wie Ler­nen “geschieht” das Leh­ren – und damit eben auch die Leh­re an Hoch­schu­len beein­flus­sen. Eine gan­ze Rei­he von Expert:innen haben dazu ganz per­sön­lich ihre Ein­drü­cke geschil­dert. Nach­zu­le­sen im von der Alfred-​Toepfer-​Stiftung her­aus­ge­ge­be­nen Band “Ler­nen” (S. 173 – 182). Wie Harald Rau aus dem KomMa-​Team die Fra­ge beant­wor­tet ist dort eben­falls nachzulesen:

“Der ‘Shift from Tea­ching to Lear­ning’ fin­det statt. Immer ein­mal wie­der – es wäre als Leh­ren­der ver­mes­sen, die­ses nicht als Pro­zess, son­dern als gege­be­ne Tat­sa­che zu sehen. Jeden Tag darf ich als Hoch­schul­leh­rer dar­um rin­gen, mich als Ler­nen­der zu ver­tei­di­gen, Ansprü­che eines „Mach mich!” nach­drück­lich und man­t­ren­haft abzu­weh­ren oder zurück­zu­wei­sen. Zudem bleibt anzu­mer­ken, dass der hier for­mu­lier­te Anspruch zumin­dest in mei­nem Kopf kaum mit der auf vie­len Ebe­nen miss­glück­ten Bolo­gna­re­form in Deckung zu brin­gen ist. War­um? Weil Ler­nen Lern­be­reit­schaft vor­aus­setzt und damit immer von Frei­heit bestimmt und von selbst­in­du­zier­ter Anstren­gungs­mo­ti­va­ti­on beglei­tet sein muss – bei­des Din­ge, die man sich gegen das Sys­tem mit jeder neu­en Akkre­di­tie­rung und Re-​Akkreditierung erkämp­fen muss.”

Das KomMa-​Team sieht den “Shift from Tea­ching to Lear­ning” als zen­tra­les päd­ago­gi­sches Moment bei Leh­ren­den wie Ler­nen­den auf dem Weg zu kom­pe­tenz­ori­en­tier­ter und systemisch-​konstruktivistischer Leh­re. Wer sich wei­ter infor­mie­ren möch­te, fin­det in der Publi­ka­ti­on des Bünd­nis­ses Leh­ren kom­men­tier­te Lite­ra­tur­emp­feh­lun­gen zum The­ma Ler­nen. Die TOP3 Lite­ra­tur­emp­feh­lun­gen für zukunfts­ori­en­tier­te Hoch­schul­leh­re von Harald Rau: Fal­ko Peschel, Cin­dy und Mar­tin Herold und Jid­du Krishnamurti.

Die Audio-​Uni: Neue Epi­so­de im Web-​Analytics-​Kurs zum The­ma Tech­no­lo­gien der Datenerhebung!

Episode zu "Technologien der Datenerhebung"

Wel­che Tech­no­lo­gien zur Daten­er­he­bung (Tracking) wer­den ein­ge­setzt? Die Audio-​Uni hat eine neue Epi­so­de zum The­ma Daten­er­he­bung ver­öf­fent­licht. Wel­che Tech­no­lo­gien ste­cken eigent­lich hin­ter den Web-​Analytics-​Tools? Wie funk­tio­niert Tracking? All die­se Fra­gen wer­den in der Epi­so­de beant­wor­tet.
Ins­ge­samt erschei­nen 16 Podcast-​Episoden, die sich mit unter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen der Web Ana­ly­tics beschäf­ti­gen. Die nächs­te Epi­so­de wird am 15. Febru­ar ver­öf­fent­licht und beleuch­tet das The­ma Daten­schutz im Bereich der Web Ana­ly­tics. Nach einer kos­ten­lo­sen Regis­trie­rung, las­sen sich die Epi­so­den direkt anhören!

Link zur Epi­so­de: https://audio-uni.ostfalia.de/episode/5‑a-was-ist-bei-einer-web-analyse-in-bezug-auf-die-dsgvo-zu-beachten/

Foto: Andre­as Rodemann

Abschluss­pu­bli­ka­ti­on zum Exzel­lenz­pro­jekt “Leh­rehochN” mit KomMa-Beteiligung

Leh­rehochN ist ein bun­des­wei­tes Pro­jekt, das von der Toepfer-​Stiftung koor­di­niert wird und durch zahl­rei­che Pro­gram­me maß­geb­lich an der Moder­ni­sie­rung der Hoch­schul­leh­re in Deutsch­land mit­ge­ar­bei­tet hat. In sei­ner der­zei­ti­gen Form wird dies Ende des Jah­res einen Abschluss fin­den. Als Teil des Abschlus­ses von Leh­rehochN ist nun eine Publi­ka­ti­on geplant, für die aus­ge­wähl­te “Fel­lows” des Pro­gram­mes Bei­trä­ge lie­fern. Das The­ma der Publi­ka­ti­on ist ‚Ler­nen‘, und es wird kei­ne wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­ti­on im stren­gen Sin­ne wer­den, auch kei­ne Alum­ni­s­chau. Statt­des­sen wol­len sich die Autorin­nen und Autoren zukunfts­ge­rich­tet mit der Hoch­schul­leh­re aus­ein­an­der­set­zen und auch für Per­so­nen, die nicht dem Netz­werk ange­hö­ren, anschluss­fä­hig sein.

Wir wur­den ein­ge­la­den für die Abschluss­pu­bli­ka­ti­on im Netz­werk einen Text bei­zu­tra­gen. Die­ser befasst sich mit der Hoch­schu­le von Mor­gen, die durch Medi­en­kom­pe­tenz über­zeu­gen wird.

Dabei geht es zen­tral um die Fra­ge, wie die Digi­ta­li­sie­rung der Hoch­schul­leh­re bewähr­te Sys­te­me vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stellt – gewohn­te Rou­ti­nen durch­bricht, und das Sys­tem auf­for­dert, sich neu zu (er)finden. Das heißt auch: die Hoch­schul­leh­rer von mor­gen benö­ti­gen ein ver­än­der­tes „Set“ an Fähig­kei­ten, Fer­tig­kei­ten und eben – Kom­pe­ten­zen. Der Bei­trag folgt der (auch und gera­de im Dach­pro­gramm von Leh­rehochN) ent­wi­ckel­ten The­se, dass man oft weni­ger von Digi­ta­li­sie­rung denn von Medi­a­li­sie­rung spre­chen soll­te, wenn es um die hoch­schul­ge­bun­de­ne Leh­re der Zukunft geht: Wann, wo und wie las­sen wir unse­re kom­mu­ni­ka­ti­ven Bezie­hun­gen in der Leh­re von Medi­en stüt­zen? Über wel­che Kanä­le ver­mit­teln wir was? Wel­che Medi­en set­zen wir ein, und wie kön­nen digi­ta­le For­ma­te aus­se­hen? Schließ­lich: War­um soll­ten wir als Hoch­schul­leh­rer zuneh­mend pro­fes­sio­nel­ler wer­den, was den Ein­satz von digi­tal ange­leg­ten Lehr­me­di­en betrifft?

Am Ende wer­den wir bei der Bear­bei­tung der The­se zur Erkennt­nis kom­men, dass aus­ge­hend von einem zuneh­men­den Wett­be­werb im Hoch­schul­we­sen jene pro­fi­tie­ren, deren Lehr­per­so­nal hohe Medi­en­kom­pe­tenz bezo­gen auf Nut­zung, Pro­duk­ti­on und Kanal­ent­schei­dun­gen besitzt. Ein wei­te­rer Aspekt: Je mehr Bedeu­tung die medi­en­ver­mit­tel­te Leh­re erlangt, umso stär­ker rückt die Arbeit mit Stu­die­ren­den an deren Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen ins Blick­feld (Gute Bei­spie­le aus der Lehre-​hoch-​n-​Familie gibt es bezo­gen auf die­sen Punkt zur Genü­ge.) Spinnt man die dem Bei­trag zugrun­de­lie­gen­de The­se wei­ter, dann braucht es eine grund­le­gen­de Neu­ord­nung der Lehr-​Lern-​Beziehung, wobei die Lern­auf­ga­ben (im Sin­ne von Ver­än­de­rungs­an­for­de­run­gen) auf Sei­ten der Leh­ren­den min­des­tens so umfas­send wären wie die auf Sei­ten der Ler­nen­den: Im einen Fall geht es ins­be­son­de­re um Medien- im ande­ren um Selbst­or­ga­ni­sa­ti­ons­kom­pe­tenz. Wenn Hoch­schu­len Bil­dungsr­ein­rich­tun­gen blei­ben wol­len (die ohne Zwei­fel Erkennt­nis­se aus der For­schung unmit­tel­bar umset­zen wol­len, nicht dass jemand auf fal­sche Ideen kommt), dann wird dies nur mit Hil­fe einer (schlüssel-)kompetenzorientierten Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve gelingen.