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„Inter­na­tio­nal Vir­tu­al Aca­de­mic Col­la­bo­ra­ti­on“ für den DAAD

„Inter­na­tio­nal Vir­tu­al Aca­de­mic Col­la­bo­ra­ti­on“ für den DAAD

Bes­se­re Abschluss­ar­bei­ten in kür­ze­rer Zeit. Ein deutsch-rus­si­sches Propädeutikum.

So lau­tet der Titel eines Pro­jek­tes, das das Kom­Ma-Team jetzt beim Deut­schen Aka­de­mi­schen Aus­tausch­dienst (DAAD) zur För­de­rung ein­ge­reicht hat.

Das Pro­jekt baut auf einer Part­ner­schaft des Kom­Ma-Teams und der Sochi Sta­te Uni­ver­si­ty auf und nimmt ein Kurs­an­ge­bot in den Blick, der in der Ver­gan­gen­heit über den Aus­tausch von Dozie­ren­den bereits inter­na­tio­nal ver­schränkt gehal­ten wur­de. Im Rah­men eines Block­se­mi­nars wur­den Stan­dards für Abschluss­ar­bei­ten (Glie­de­rung, Begut­ach­tung, Metho­den­wahl) sowie aus­ge­ar­bei­te­ten Schreib­rou­ti­nen in einen Dis­kurs über­führt, der ins­be­son­de­re auch län­der- und wis­sen­schafts­kul­tur­spe­zi­fi­sche Kri­te­ri­en gegen­über­stell­te. Für ins­be­son­de­re die rus­si­schen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer erwies sich dabei die unter­schied­li­che Aus­gangs­ba­sis, ein durch­aus diver­gie­ren­des Niveau wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis sowie die „Nicht-Mut­ter­sprach­lich­keit“ (der Kurs wur­de in eng­li­scher Spra­che ange­bo­ten) als grund­le­gen­de Her­aus­for­de­rung. Die­sen Pro­blem­stel­lun­gen soll im Rah­men des bean­trag­ten Pro­jek­tes mit einem durch­gän­gig digi­tal ver­mit­tel­ten, dabei jedoch kom­bi­nier­ten mut­ter­sprach­lich-asyn­chro­nen und fremd­sprach­lich-syn­chro­nen Ange­bot mit nun direk­ter Begeg­nung deut­scher und rus­si­scher Stu­die­ren­der begeg­net werden. 

Bei Kom­Ma wur­de im Win­ter­se­mes­ter 2019/​2020 und im Som­mer­se­mes­ter 2020 ein umfas­sen­des Blen­ded-Lear­ning-Kon­zept ent­wi­ckelt, das Stu­die­ren­de sys­te­ma­tisch unter Ein­be­zie­hung von Pod­casts, Vide­os, Screen­casts, Live-Kor­rek­tu­ren, von digi­ta­len Kar­tei­kar­ten, online pro­gram­mier­ten Ent­schei­dungs­bäu­men zur Metho­den­wahl, von Daten­ban­ken und Foren, zu bes­se­ren und vor allen Din­gen wis­sen­schaft­lich “kor­rek­te­ren”, dis­kurs­ori­en­tier­te­ren Mas­ter­ar­bei­ten führt. Die­ses Blen­ded-Lear­ning-Ange­bot ist inhalt­lich unmit­tel­bar mit jenem Kurs ver­schränkt, der in der Ver­gan­gen­heit gemein­sam mit den Kolleg:innen in Sot­schi durch­ge­führt wur­de. Ziel­set­zung des Ent­wick­ler­teams der Ost­fa­lia war es, die Platt­form Mood­le und dort mög­lichst vie­le der umsetz­ba­ren H5P-Werk­zeu­ge zu nut­zen, um auch deren jewei­li­ge Akzep­tanz im Lehr-Lern-Pro­zess zu über­prü­fen. Der Kurs wur­de im Som­mer­se­mes­ter 2020 mit Erfolg auf Mas­ter­le­vel ein­ge­setzt und wird aktu­ell an der Hoch­schu­le Ost­fa­lia einer Eva­lua­ti­on unter­zo­gen. Die­ses Online­an­ge­bot wird nun im Rah­men des hier bean­trag­ten Pro­jek­tes auf Bache­lor­ni­veau her­un­ter­ge­bro­chen und in Abstim­mung mit den Kolleg:innen in Sot­schi auf die Bedar­fe ange­passt sowie in deut­scher Spra­che wei­ter­ent­wi­ckelt und im Rus­si­schen erst­ma­lig ange­legt. Dort, wo sinn­voll, wer­den vor­aus­sicht­lich bereits ent­wi­ckel­te deutsch­spra­chi­ge AV-Ange­bo­te direkt ein­ge­bun­den – hier wird mit Hil­fe von rus­si­schen Unter­ti­teln gear­bei­tet. Im umge­kehr­ten Fall funk­tio­niert dies eben­falls – dann mit deutsch­spra­chi­gen Unter­ti­teln. Über­tra­gungs­leis­tun­gen vom Deut­schen ins Rus­si­sche wer­den in Sot­schi, vom Rus­si­schen ins Deut­sche in Salz­git­ter geleistet. 

Das bedeu­tet: Das Online­an­ge­bot wird gemein­sam mit den Kolleg:innen in Russ­land wei­ter­ent­wi­ckelt und künf­tig (nach­hal­tig) auch auf Rus­sisch angeboten. 

Dabei soll es in der Kon­zep­ti­ons­pha­se (August/​September) vor allem dar­um gehen, die Spe­zi­fi­ka der Län­der zu dis­ku­tie­ren und im Online­an­ge­bot sicht­bar wer­den zu las­sen. Die­ser ite­ra­ti­ve Pro­zess soll am Ende zu zwei ver­gleich­ba­ren und asyn­chron stu­dier­ba­ren Online­an­ge­bo­ten zur Vor­be­rei­tung auf wis­sen­schaft­lich ver­fass­te Abschluss­ar­bei­ten (Bache­lor-Niveau) in deut­scher und in rus­si­scher Spra­che auf der Platt­form Mood­le füh­ren. In bei­den Hoch­schu­len wird die Lern­platt­form genutzt, es gibt umfas­sen­de Erfah­rung mit der Ent­wick­lung von Kur­sen. Auf­grund des auf Mood­le bezo­ge­nen grö­ße­ren Erfah­rungs­spek­trums liegt die Pro­jekt­lei­tung für die­sen Teil­be­reich auf Sei­ten der Antragsteller.

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