{"id":6221,"date":"2021-07-05T11:20:03","date_gmt":"2021-07-05T09:20:03","guid":{"rendered":"https:\/\/komma.ostfalia.de\/?p=6221"},"modified":"2021-07-05T11:58:41","modified_gmt":"2021-07-05T09:58:41","slug":"institutioneller-wandel-gesellschaftlicher-kommunikation-die-undenkbare-de-institutionalisierung-der-publizistischen-medien-autorin-adina-eggert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/komma.ostfalia.de\/index.php\/institutioneller-wandel-gesellschaftlicher-kommunikation-die-undenkbare-de-institutionalisierung-der-publizistischen-medien-autorin-adina-eggert\/","title":{"rendered":"Institutioneller Wandel gesellschaftlicher Kommunikation &#8211; Autorin: Adina Eggert."},"content":{"rendered":"\n<p><em>&#8220;Last not least&#8221; &#8211; der vierte von insgesamt vier Essays, die sich damit auseinandersetzen, wie die Zukunft von Massenmedien und Sozialen Medien auch politisch verantwortlich gestaltet werden k\u00f6nnen. Adina Eggert nimmt sich hierf\u00fcr dem institutionellen Wandel gesellschaftlicher Kommunikation an und diskutiert die &#8220;undenkbare De-Institutionalisierung der publizistischen Medien&#8221;. Ein dickes Brett, ein spannender Text &#8211; absolut lesenswert!<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die&nbsp;vollkommene&nbsp;De-Institutionalisierung&nbsp;der&nbsp;publizistischen&nbsp;Medien&nbsp;ist&nbsp;nicht&nbsp;m\u00f6glich<\/h2>\n\n\n\n<p>Lange \u00fcberlege ich, mit welchen ausgew\u00e4hlten Worten ein Essay \u00fcber den Wandel von\u00a0Kommunikation in der Gesellschaft wohl zu beginnen hat. Mache mir Gedanken dar\u00fcber,\u00a0wie ich am besten kommuniziere, was f\u00fcr Erwartungen und Anspr\u00fcche ich selbst an meine\u00a0eigene Kommunikation stelle und welche Anspr\u00fcche der Hochschule diesen gegen\u00fcber\u00a0stehen. Halte mir die legitimierten Regeln und Normen dieser Institution sowie ihre und\u00a0meine\u00a0Rolle\u00a0in der\u00a0\u00d6ffentlichkeit\u00a0vor\u00a0Augen,\u00a0passe\u00a0meine\u00a0Kommunikation\u00a0dementsprechend\u00a0an.\u00a0Nebenbei\u00a0schreibe\u00a0ich\u00a0einer Kommilitonin\u00a0innerhalb\u00a0von\u00a0wenigen\u00a0Sekunden\u00a0eine\u00a0Nachricht\u00a0\u00fcber\u00a0eine\u00a0Online-Plattform,\u00a0denke\u00a0wenig\u00a0\u00fcber\u00a0die Formulierung,\u00a0sondern\u00a0eher\u00a0\u00fcber\u00a0den\u00a0Inhalt,\u00a0den\u00a0ich\u00a0vermitteln\u00a0m\u00f6chte,\u00a0nach. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Situation, die den Wandel, den gesellschaftliche Kommunikation seit einigen Jahren&nbsp;bestreitet,&nbsp;greifbar&nbsp;macht. Wenn&nbsp;sich&nbsp;die&nbsp;eigenen&nbsp;Anspr\u00fcche&nbsp;und&nbsp;Erwartungen&nbsp;an&nbsp;Kommunikation in unterschiedlichen Medien bereits auf diese Art und Weise differenzieren&nbsp;lassen,&nbsp;und wenn das Schreiben&nbsp;einer&nbsp;Online-Nachricht durch eine gewisse informelleStruktur vereinfacht wird, wie gestaltet sich unter Ber\u00fccksichtigung der voranschreitenden&nbsp;Digitalisierung,&nbsp;dem&nbsp;Ausbautechnologischer&nbsp;Infrastruktur&nbsp;und&nbsp;der&nbsp;Neu-Institutionalisierung&nbsp;von&nbsp;Sozialen&nbsp;Medien&nbsp;die&nbsp;Kommunikation&nbsp;der&nbsp;gesamten \u00d6ffentlichkeit?&nbsp;Wie&nbsp;tr\u00e4ge&nbsp;und&nbsp;schwer&nbsp;wirkt die Kommunikation in publizistischen Medien dagegen und was f\u00fchrt dazu, dass sie&nbsp;seit&nbsp;Jahren&nbsp;eine&nbsp;legitimierte&nbsp;und&nbsp;vor&nbsp;allem&nbsp;eine&nbsp;gesellschaftsrelevante&nbsp;Institutionen&nbsp;ist,&nbsp;deren&nbsp;De-Institutionalisierung&nbsp;undenkbar erscheint?<\/p>\n\n\n\n<p>Seit\u00a0jeher\u00a0lebt\u00a0und\u00a0besteht\u00a0die\u00a0Gesellschaft\u00a0in\u00a0einem\u00a0komplexen\u00a0Konstrukt\u00a0aus\u00a0Systemen\u00a0und\u00a0Untersystemen,\u00a0aus Ordnungen,\u00a0Institutionen\u00a0und\u00a0Organisationen.\u00a0Rollen\u00a0in\u00a0der\u00a0Gesellschaft\u00a0und verschiedene Akteure in diesem als Prozess zu verstehendem Ger\u00fcst schaffen durch\u00a0Kommunikation\u00a0ihre\u00a0eigenen\u00a0Regeln\u00a0und\u00a0Normen,\u00a0Erwartungen\u00a0an\u00a0andere\u00a0und\u00a0ansich\u00a0selbst.\u00a0So gilt es auch f\u00fcr die bis vor einigen Jahren herrschende Medienordnung, in der sich durch\u00a0das Leben dieser Regeln und Normen und das wiederkehrende Typisieren von Handlungen\u00a0die\u00a0publizistischen\u00a0Medien\u00a0als\u00a0wesentliche, gesellschaftsrelevante\u00a0und\u00a0\u00f6ffentlichkeitsbildende\u00a0Institutionen\u00a0gestalten\u00a0konnten\u00a0(vgl.\u00a0Jarren\u00a02019,\u00a0S.\u00a0166).\u00a0Dersoziologische\u00a0Neo-Institutionalismus,\u00a0der\u00a0f\u00fcr\u00a0das\u00a0Verst\u00e4ndnis\u00a0des\u00a0kommunikativen\u00a0Wandels\u00a0zun\u00e4chst\u00a0herangezogen\u00a0undseine\u00a0Auffassung\u00a0und\u00a0Interpretationen\u00a0von\u00a0Institutionen\u00a0angenommen werden, beschreibt diese Institutionen als Regelsysteme. Sie strukturieren,\u00a0begrenzen\u00a0und\u00a0erm\u00f6glichen\u00a0das\u00a0soziale\u00a0Verhalten\u00a0unserer\u00a0Gesellschaft.\u00a0So\u00a0etabliert\u00a0sich der\u00a0Auftrag der publizistischen Medien durch eine fortw\u00e4hrende Stereotypisierung, zu einem\u00a0Herstellen\u00a0von\u00a0allgemeiner \u00d6ffentlichkeit, in\u00a0der\u00a0sich &#8211;\u00a0durch\u00a0journalistische\u00a0Beobachtung und\u00a0Reflexion\u00a0\u2013\u00a0die\u00a0Gesellschaft\u00a0selbst beobachten\u00a0und\u00a0anhand\u00a0von\u00a0kommunizierten\u00a0Entscheidungsabsichten anderer eigene Entscheidungen treffen kann. (vgl. Jarren 2019, S.\u00a0164)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wer&nbsp;spielt(e)&nbsp;die&nbsp;Hauptrolle&nbsp;in der gesellschaftlichen&nbsp;Kommunikation?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die universellen, aktuellen Massenmedien wie die Zeitung, das Radio oder das Fernsehen&nbsp;genie\u00dfen durch ihre jahrelange Etablierung und den intensiven Institutionalisierungsprozess&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;Gesellschaft&nbsp;ein&nbsp;gro\u00dfes&nbsp;Vertrauen&nbsp;und&nbsp;eine hohe&nbsp;Reichweite,&nbsp;sie&nbsp;spielen&nbsp;die&nbsp;Hauptrolle&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;\u00f6ffentlichen&nbsp;Kommunikation&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;164).&nbsp;Saxer formuliert&nbsp;sie&nbsp;auch&nbsp;als \u201ekomplexe&nbsp;institutionalisierte&nbsp;Systeme&nbsp;um&nbsp;organisierte&nbsp;Kommunikationskan\u00e4le&nbsp;von&nbsp;spezifischem Leistungsverm\u00f6gen\u201c (Saxer 1999). Sie beanspruchen, nach \u00dcberlegungen von&nbsp;Kurt&nbsp;Imhof,&nbsp;vor&nbsp;allem&nbsp;Relevanz&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;Herstellung&nbsp;von politischer&nbsp;\u00d6ffentlichkeit,&nbsp;sie&nbsp;nehmen&nbsp;\u00f6ffentliche Aufgaben wahr (vgl. Jarren 2019b, S. 349). Ehringer greift weiter auf, dass diese&nbsp;Institution der Massenmedien sich, nach dem Neo-Institutionalismus, vor allem durch die&nbsp;vier&nbsp;Ebenen&nbsp;der Institutionalisierung&nbsp;auszeichnen,&nbsp;die&nbsp;alle&nbsp;die&nbsp;Basis&nbsp;einer&nbsp;aus&nbsp;Erwartungsstrukturen konstruierten Umwelt gemein h\u00e4tten (vgl. Ehringer 2019, S. 55). Eine&nbsp;Erwartung, die sich auf der regulativen (Darstellungsformen in Medien), der normativen (Rollen oder Routinen), der kulturell-kognitiven (Beeinflussung der Wahrnehmung von&nbsp;Wirklichkeit&nbsp;durch&nbsp;Gattungen oder&nbsp;Berichterstattungsformate)&nbsp;und&nbsp;der&nbsp;technologischen&nbsp;Ebene&nbsp;niederschlage&nbsp;(vgl.&nbsp;Katzenbach 2020,&nbsp;S.&nbsp;5&nbsp;und Jarren 2019,&nbsp;S.&nbsp;169).<\/p>\n\n\n\n<p>Wir als Gesellschaft erwarten demnach also eine ganz bestimmte Berichterstattung, eine&nbsp;Kommunikation seitens des Anbieters, die sich an allgemeinen, normativen Regeln und&nbsp;Routinen,&nbsp;wie&nbsp;beispielsweise&nbsp;am&nbsp;Pressekodex&nbsp;oder&nbsp;an Staatsvertr\u00e4gen&nbsp;orientiert.&nbsp;Regelsysteme, die den Handlungsspielraum der Institution begrenzen. \u201eBenimmregeln\u201c f\u00fcr Gespr\u00e4che zwischen Politiker*innen und Journalist*innen sind bekannt, Auswirkungen von&nbsp;parteiischer Artikulation im Voraus klar.&nbsp;Demnach erf\u00fcllten die (publizistischen) Medien&nbsp;seit&nbsp;vielen&nbsp;Jahren&nbsp;artig&nbsp;die&nbsp;Erwartungen&nbsp;an&nbsp;ihre&nbsp;Kernleistung: die&nbsp;Bereitstellung&nbsp;von&nbsp;Themen,&nbsp;welche&nbsp;sowohl&nbsp;f\u00fcr&nbsp;die allgemeine&nbsp;Gesellschaft&nbsp;als auch&nbsp;f\u00fcr&nbsp;individuelle Lebenswelten relevant&nbsp;sind&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;168).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein&nbsp;Vorabendprogramm&nbsp;nach&nbsp;Schema&nbsp;F,&nbsp;die&nbsp;B\u00f6rse,&nbsp;die&nbsp;Tagesschau&nbsp;p\u00fcnktlich&nbsp;um&nbsp;20:00&nbsp;Uhr,&nbsp;der Gong, die Eingangsmelodie. Guten Abend meine Damen und Herren, gleiche Tonalit\u00e4t,&nbsp;dieselbe Sprache, jeden Abend. Das Wetter, die Lottozahlen, im Anschluss der neue Tatort &#8211;&nbsp;Erwartungen&nbsp;erf\u00fcllt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tagesschau \u2013 gerade hier lie\u00dfe sich beobachten, wie vor allem durch die politischen&nbsp;Debatten und Akteure, die journalistisch f\u00fcr das m\u00f6glichst breite Publikum thematisiert&nbsp;werden, f\u00fcr Rezipient*innen dazu beitragen, Interessen der politischen Akteure sicht- und&nbsp;greifbar&nbsp;zu&nbsp;machen&nbsp;und&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;eigenen&nbsp;Interessen-&nbsp;und&nbsp;Entscheidungsfindung&nbsp;zu&nbsp;unterst\u00fctzen,&nbsp;welche&nbsp;sich&nbsp;wiederum&nbsp;auf politische&nbsp;Debatten&nbsp;auswirken&nbsp;k\u00f6nnen,&nbsp;die&nbsp;erneut&nbsp;durch&nbsp;Kommunikation&nbsp;und&nbsp;mediale&nbsp;Aufmerksamkeit&nbsp;in&nbsp;das&nbsp;Licht&nbsp;der \u00d6ffentlichkeit&nbsp;ger\u00fcckt&nbsp;werden&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;164)&nbsp;und&nbsp;nach&nbsp;dem&nbsp;Gong&nbsp;um&nbsp;20:00&nbsp;Uhr ert\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass\u00a0die\u00a0Mediengattungen,\u00a0so\u00a0unterschiedlich\u00a0sie\u00a0in\u00a0ihren\u00a0organisierten\u00a0Kommunikationskan\u00e4len auch sein m\u00f6gen, nebeneinander existieren k\u00f6nnen, ohne einander\u00a0in ihrer Legitimation zu gef\u00e4hrden oder ihre bestehenden Regeln zu brechen, liege nach\u00a0Jarren in der Natur der Isomorphie (vgl. Jarren 2019, S. 169). Ein Prozess, in dem sich Organisationen innerhalb eines organisatorischen Feldes aneinander orientieren und sich\u00a0angleichen,\u00a0da ihnen dieselbe institutionelle Erwartung entgegen gebracht werde (vgl.\u00a0Ehringer 2019, S. 57). Durch das gegenseitige Ausrichten aneinander k\u00f6nne wiederum die\u00a0Anerkennung\u00a0der\u00a0geltenden\u00a0Regeln\u00a0und\u00a0Normen\u00a0erh\u00f6ht\u00a0und\u00a0die\u00a0Erwartungsstrukturen gest\u00e4rkt werden (vgl. Jarren 2019, S. 169). Die Ebenen der Institution greifen: Regulative\u00a0Institutionen\u00a0erleben Legitimation\u00a0durch\u00a0eine\u00a0erzwungene\u00a0Isomorphie,\u00a0normative\u00a0Institutionen\u00a0durch\u00a0normativen\u00a0Druck\u00a0und\u00a0kulturell-kognitive\u00a0Institutionen\u00a0durch\u00a0mimetische\u00a0Prozesse.\u00a0Auf\u00a0Isomorphie\u00a0folge Legitimit\u00e4t\u00a0(vgl.\u00a0Ehringer\u00a02019,\u00a0S.\u00a063\u00a0f.).<\/p>\n\n\n\n<p>Nach\u00a0Etablierung\u00a0der\u00a0ersten\u00a0Printmedien,\u00a0ihrer\u00a0Normen\u00a0und\u00a0Werte,\u00a0ihrer\u00a0stetigen\u00a0wiederkehrenden\u00a0Handlungen\u00a0und kommunikativen\u00a0Elemente,\u00a0betrat\u00a0der\u00a0H\u00f6rfunk\u00a0die\u00a0Medienordnung. Ein Faktor, eine neue Wettbewerbsform im Feld der Medien, welcher nach\u00a0Jarren jedoch keinen Schock ausl\u00f6st, sondern, nach den Prinzipien der Isomorphie, durch\u00a0eine angleichende\u00a0Institutionalisierung\u00a0in\u00a0einer\u00a0tr\u00e4gen\u00a0Implementierung\u00a0die\u00a0Werte\u00a0und\u00a0Normen \u00fcbernahm. Eine Ausrichtung der Medien und Journalist*innen aneinander sei der\u00a0Kern dieser \u00dcberlebensstrategie. Gleiches geschah wenig sp\u00e4ter f\u00fcr das Fernsehen, das\u00a0zun\u00e4chst\u00a0normative\u00a0Formen\u00a0inkrementell\u00a0\u00fcbernahm\u00a0und\u00a0in\u00a0seinem\u00a0sp\u00e4teren\u00a0Verlauf\u00a0die\u00a0Werte\u00a0und Normen durch eigene Regularien wie die duale Rundfunkordnung erweiterte. H\u00f6rfunk\u00a0und\u00a0Fernsehen,\u00a0zun\u00e4chst\u00a0nur\u00a0als \u00f6ffentliche\u00a0Medien\u00a0eingef\u00fchrt,\u00a0sp\u00e4ter\u00a0als\u00a0duale\u00a0Rundfunkordnung\u00a0mit\u00a0dem\u00a0privaten\u00a0Rundfunk,\u00a0nahmen\u00a0so\u00a0unter normativem\u00a0Druck\u00a0Einfluss\u00a0auf\u00a0das\u00a0Gesamtmediensystem\u00a0(vgl.\u00a0Jarren\u00a02019,\u00a0S.\u00a0171).<\/p>\n\n\n\n<p>Die\u00a0Medienordnung\u00a0bestand,\u00a0Medien\u00a0und\u00a0Journalismus\u00a0hatten\u00a0ihren\u00a0Institutionalisierungsprozess\u00a0durchlaufen,\u00a0spielten die\u00a0Hauptrolle\u00a0in\u00a0gesellschaftlicher Kommunikation\u00a0und\u00a0konstituierten,\u00a0ganz\u00a0im\u00a0Sinne\u00a0des\u00a0Neo-Institutionalismus,\u00a0die\u00a0allgemeine\u00a0\u00d6ffentlichkeit.\u00a0In\u00a0der Gesellschaft\u00a0etabliert,\u00a0von\u00a0ihr\u00a0gesch\u00e4tzt\u00a0und\u00a0anerkannt.\u00a0\u00dcber\u00a0allem, was publiziert wurde, lag der Filter der Medien und des Journalismus. Bestand doch\u00a0ein\u00a0erheblicher\u00a0Eingriff in\u00a0die\u00a0Konstituierung\u00a0einer\u00a0\u00d6ffentlichkeit\u00a0und\u00a0ihrer\u00a0eigenen Meinungsbildung, so wurde sie durch Regeln und Vertr\u00e4ge wie die Presse- und Redefreiheit\u00a0legitimiert.\u00a0Regulierungen durch\u00a0die\u00a0bestehende\u00a0Medienpolitik\u00a0&#8211;\u00a0ebenfalls\u00a0eine\u00a0konstituierten\u00a0Institution\u00a0&#8211;\u00a0war\u00a0gegeben\u00a0und\u00a0nationalstaatliche Vertr\u00e4ge\u00a0sicherten\u00a0die\u00a0Erwartungsstrukturen\u00a0der\u00a0Gesellschaft\u00a0ab,\u00a0eine\u00a0Finanzierungsbeteiligung\u00a0f\u00fcr\u00a0Nutzer*innen\u00a0war durch\u00a0institutionelle\u00a0Handlungen\u00a0legitimiert.\u00a0Eine\u00a0De-Institutionalisierung\u00a0der\u00a0publizistischen\u00a0Medien\u00a0undenkbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die&nbsp;tats\u00e4chliche&nbsp;M\u00f6glichkeit&nbsp;der De-Institutionalisierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Bis&nbsp;schlie\u00dflich&nbsp;ein&nbsp;neues,&nbsp;andersartiges&nbsp;Set&nbsp;an&nbsp;Normen&nbsp;und&nbsp;Leitideen&nbsp;einen&nbsp;exogenen&nbsp;Schock&nbsp;ausl\u00f6ste,&nbsp;Isomorphie verweigerte,&nbsp;sich&nbsp;nicht&nbsp;in&nbsp;das&nbsp;bestehende&nbsp;nationalstaatliche&nbsp;Mediensystem einreihte und einen journalistischer Anspruch an Kommunikation von Grund&nbsp;auf&nbsp;ablehnte.&nbsp;Nationalstaatliche&nbsp;F\u00f6rderungen&nbsp;wurden&nbsp;nicht&nbsp;ben\u00f6tigt,&nbsp;<em>institutional&nbsp;work<\/em> wurde&nbsp;zu<em> institutional entrepreneurs<\/em>, private statt \u00f6ffentliche Dienstleistungen wurden angeboten (vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S. 172). <\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialen Medien, die zusammengefasst als alle \u201e[&#8230;]&nbsp;Angebote auf Grundlage digital&nbsp;vernetzter Technologien, die es Menschen erm\u00f6glichen, Informationen aller Art zug\u00e4nglich&nbsp;zu machen und davon ausgehend soziale Beziehungen zu kn\u00fcpfen und\/oder zu pflegen\u201c&nbsp;(Taddicken,&nbsp;Schmidt&nbsp;2017,&nbsp;S.&nbsp;8)&nbsp;bezeichnet&nbsp;werden&nbsp;k\u00f6nnen,&nbsp;konstituierten&nbsp;sich. Plattformen&nbsp;bieten in diesem Fall die Infrastruktur f\u00fcr die Kommunikation von Nutzer*innen, die diese&nbsp;sowohl ver\u00f6ffentlichen als auch kuratieren (vgl. Katzenbach 2020, S. 1). Das Problem f\u00fcr&nbsp;publizistische Medien: die neuen Intermedi\u00e4re k\u00f6nnen mehr als sie selbst. Sie bieten, so&nbsp;Jarren, Orientierung und strukturelle Ordnung, jedoch auch kommunikative Macht f\u00fcr alle&nbsp;Akteure,&nbsp;eine&nbsp;flexible&nbsp;Organisation&nbsp;von&nbsp;Interessen&nbsp;und&nbsp;die&nbsp;einfache&nbsp;Koordination&nbsp;von (kommunikativen) Handlungen \u2013 v\u00f6llig losgel\u00f6st von politisch-rechtlichen oder kulturellen&nbsp;Vorgaben und den Vermittlungsleistungen der professionellen Journalist*innen und Medien&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;164,&nbsp;172).&nbsp;Diese&nbsp;neuen Plattformen&nbsp;streben,&nbsp;so&nbsp;Jarren&nbsp;nach&nbsp;Imhof,&nbsp;nicht&nbsp;nach einem&nbsp;publizistischen&nbsp;Vermittlungsinteresse&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019b,&nbsp;S. 349).<\/p>\n\n\n\n<p>Private&nbsp;Kommunikation&nbsp;macht&nbsp;Interaktions-&nbsp;und&nbsp;Kommunikationsbeziehungen&nbsp;zwischen&nbsp;den&nbsp;Anbietern und Nutzer*innen Platz. Die Individualkommunikation erreicht einen neuen Grad&nbsp;an&nbsp;Freiheit&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;175).&nbsp;Neu-Institutionalisierung&nbsp;\u2013&nbsp;jedoch&nbsp;nicht&nbsp;durch&nbsp;Isomorphismus,&nbsp;sondern&nbsp;ausschlie\u00dflich&nbsp;durch&nbsp;Kommunikation.&nbsp;Doch bedeutete&nbsp;die&nbsp;Institutionalisierung&nbsp;der&nbsp;neuen&nbsp;Plattformen&nbsp;automatisch&nbsp;die&nbsp;De-Institutionalisierung&nbsp;der bestehenden&nbsp;Kan\u00e4le&nbsp;und&nbsp;Ordnungen&nbsp;und&nbsp;die&nbsp;Ablehnung&nbsp;der&nbsp;Mechanismen&nbsp;des&nbsp;Neo-&nbsp;Institutionalismus?<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Katzenbach bedeute dies zun\u00e4chst einen fundamentalen institutionellen Wandel, Kurt&nbsp;Imhof best\u00e4tigt dies mit seiner Annahme \u00fcber einen zweiten, strukturellen Wandel der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit. Festzuhalten bliebe an dieser Stelle, dass durch diesen Wandel und durch die&nbsp;mit&nbsp;den&nbsp;neuen&nbsp;Intermedi\u00e4ren&nbsp;einhergehende Re-Institutionalisierung&nbsp;der publizistischen&nbsp;Medien&nbsp;der&nbsp;soziologische&nbsp;Neo-Institutionalismus&nbsp;stark&nbsp;kritisiert&nbsp;werden&nbsp;k\u00f6nne.&nbsp;Nach&nbsp;Florian&nbsp;(2008,&nbsp;S.132)&nbsp;w\u00e4re&nbsp;der&nbsp;Neo-Institutionalismus&nbsp;durch&nbsp;seinen&nbsp;Fokus&nbsp;auf&nbsp;Stabilit\u00e4t&nbsp;und&nbsp;Isomorphien nicht in der Lage, soziale Institutionen, ihre Entstehung, ihren Wandel und ihre&nbsp;Vielfalt&nbsp;zu&nbsp;begreifen.&nbsp;Es&nbsp;w\u00fcrde&nbsp;eine&nbsp;Sicht&nbsp;aus&nbsp;der Prozessperspektive&nbsp;gefordert,&nbsp;die&nbsp;Ph\u00e4nomene wie die angenommene unm\u00f6gliche De-Institutionalisierung (beispielsweise von&nbsp;publizistischen Medien) erm\u00f6glichen w\u00fcrde (vgl. Florian 2008, S. 132). Die Praxistheorie&nbsp;nach Pierre&nbsp;Bourdieu,&nbsp;die&nbsp;durch&nbsp;das&nbsp;Aufgreifen&nbsp;des&nbsp;US-amerikanischen&nbsp;Neo-Institutionalismus&nbsp;zu&nbsp;einer&nbsp;st\u00e4rkeren Betrachtung&nbsp;gelangt,&nbsp;versucht,&nbsp;eigenst\u00e4ndiges,&nbsp;subjektives und wiederholtes Handeln der Akteur*innen der Gesellschaft (wie er es nennt:&nbsp;Habitus) und die Rolle von Institutionen in der sozialen Gesellschaft zu vereinen. Florian&nbsp;f\u00fchrt&nbsp;weiter aus:&nbsp;\u201eAuf&nbsp;dieser&nbsp;methodologischen&nbsp;Basis&nbsp;lassen&nbsp;sich&nbsp;soziale&nbsp;Institutionen&nbsp;in&nbsp;einer&nbsp;doppelten&nbsp;Existenzweise&nbsp;erfassen: einerseits&nbsp;in&nbsp;ihrer&nbsp;gegenst\u00e4ndlichen&nbsp;Objektivit\u00e4t&nbsp;als&nbsp;besondere&nbsp;Strukturformen&nbsp;und&nbsp;Mechanismen&nbsp;sozialer&nbsp;Praxis, andererseits&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;subjektivierten Form einverleibter mentaler (und k\u00f6rperlicher) Strukturen (Dispositionen).&nbsp;Erst&nbsp;die Genese&nbsp;und&nbsp;Reproduktion&nbsp;der&nbsp;Wahrnehmungs-,&nbsp;Denk-&nbsp;und&nbsp;Bewertungsschemata&nbsp;des&nbsp;Habitus&nbsp;verleihen&nbsp;Institutionen&nbsp;die f\u00fcr&nbsp;ihre&nbsp;Reproduktion&nbsp;notwendige&nbsp;Legitimit\u00e4t&nbsp;der&nbsp;Fraglosigkeit oder motivieren den f\u00fcr institutionellen Wandel erforderlichen Zweifel an&nbsp;diesen&nbsp;Selbstverst\u00e4ndlichkeiten.\u201c&nbsp;(Florian&nbsp;2008b,&nbsp;S.&nbsp;4296)<\/p>\n\n\n\n<p>Im&nbsp;erweiterten&nbsp;Neo-Institutionellen&nbsp;Sinn&nbsp;bed\u00fcrften&nbsp;vorliegende&nbsp;Rollen,&nbsp;Regeln&nbsp;und&nbsp;Regulierungen&nbsp;einer&nbsp;erneuten Kl\u00e4rung,&nbsp;nachdem&nbsp;die&nbsp;bestehende&nbsp;Ordnungen&nbsp;aufgrund&nbsp;wesentlicher normativer, regulativer und kulturell-kognitiver Unterschiede in der neuen&nbsp;Instanz nicht mehr anwendbar sind (vgl. Katzenbach 2020, S. 2). Neu definiert werden m\u00fcssten vor allem die Rollen der Akteure, der Nutzer*innen der Sozialen Medien, und ihr&nbsp;soziales Handeln (vgl. Jarren 2019, S. 166), aber auch die Rolle der neuen Intermedi\u00e4re und&nbsp;ihre&nbsp;allgemeinen&nbsp;gesellschaftlichen&nbsp;Erwartungen&nbsp;an&nbsp;sie (vgl.&nbsp;Brosda,&nbsp;Schulz&nbsp;2020).&nbsp;Dort,&nbsp;wo&nbsp;die Presse durch \u00f6konomischen Wettbewerb und der Rundfunk durch medienrechtliche&nbsp;Regulierungen begrenzt wird, werden diese zwei technisch getrennten M\u00e4rkte im Internet&nbsp;erstmals zusammengef\u00fchrt&nbsp;und&nbsp;lassen&nbsp;eine&nbsp;Flut&nbsp;an&nbsp;Informationen&nbsp;frei,&nbsp;die&nbsp;keine&nbsp;nationalstaatlichen&nbsp;Grenzen&nbsp;kennt&nbsp;(vgl.&nbsp;Brosda, Schulz&nbsp;2020).&nbsp;Was&nbsp;erwarten&nbsp;wir&nbsp;von&nbsp;einer kommunikativ&nbsp;konstituierten&nbsp;Institution?&nbsp;Wie&nbsp;flie\u00dfen&nbsp;eigene&nbsp;Denkmuster&nbsp;und&nbsp;habitualisierten Handlungen und Erfahrungen aus der Institution publizistischer Medien in&nbsp;die&nbsp;Konstituierung&nbsp;der&nbsp;neuen&nbsp;Intermedi\u00e4re&nbsp;ein?&nbsp;Begreifen&nbsp;wir nach&nbsp;Legitimation&nbsp;der&nbsp;Sozialen&nbsp;Medien als Institution den Journalismus weiterhin als unerl\u00e4sslich in der Gestaltung der \u00d6ffentlichkeit&nbsp;oder&nbsp;kann&nbsp;die&nbsp;neue&nbsp;Institution&nbsp;mit&nbsp;ihren&nbsp;erweiterten&nbsp;Handlungsspielr\u00e4umen&nbsp;die&nbsp;traditionelle&nbsp;Rolle&nbsp;des Journalismus&nbsp;ersetzen?&nbsp;Und&nbsp;wie&nbsp;kann,&nbsp;als&nbsp;Pendant&nbsp;zu&nbsp;journalistischen&nbsp;Selektionsverfahren in Massenmedien, die Rolle der publizistischen Medien in der neuen&nbsp;Institution&nbsp;der&nbsp;Sozialen&nbsp;Medien&nbsp;nach&nbsp;\u00d6ffentlichkeit&nbsp;ringen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von&nbsp;<em>institutional&nbsp;work<\/em>&nbsp;zu&nbsp;<em>institutional&nbsp;entrepreneurs<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>Nach einem von den Massenmedien bestimmten Strukturwandel der \u00d6ffentlichkeit sind es&nbsp;nun die Sozialen Medien, die sich kommunikativ zu Institutionen konstituieren und somit,&nbsp;aufbauend auf \u00dcberlegungen von Kurt Imhof, einen n\u00e4chsten Wandel der \u00d6ffentlichkeit&nbsp;ausl\u00f6sen (vgl. Jarren 2019b, S. 349). Plattformen wurden, aus Neo-Institutioneller Sicht,&nbsp;aufgrund neuer Werte und Leitbilder, jedoch von institutionellen Unternehmern, von Jarren&nbsp;auch <em>institutional entrepreneurs<\/em> genannt, entwickelt. Google, Facebook und Twitter zeigen,&nbsp;dass&nbsp;die&nbsp;Konzepte&nbsp;neuer&nbsp;Intermedi\u00e4re ausschlie\u00dflich&nbsp;werbefinanziert&nbsp;und&nbsp;aus&nbsp;\u00f6konomischem&nbsp;Antrieb existieren. So romantisch eine nach Bourdieus Habitus logische Schlussfolgerung&nbsp;auch w\u00e4re, dass durch die Genese und Reproduktion der eigenen Handlungen entstandene Zweifel an der Selbstverst\u00e4ndlichkeit der Institution zu einer Neuausrichtung f\u00fchrte (vgl.&nbsp;Florian 2008b, S. 4269), so ern\u00fcchternd ist die Wahrheit, dass die wirtschaftsgetriebene&nbsp;Massenkommunikation&nbsp;eine&nbsp;neue&nbsp;Plattform&nbsp;zur&nbsp;Ausbreitung erlangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier folge zwar wahrscheinlich auf die pers\u00f6nlichen Reflektion und Erwartungshaltung an\u00a0die\u00a0Institution\u00a0Medien\u00a0eine selbstbestimmte\u00a0und\u00a0entgegen\u00a0der\u00a0Isomorphie\u00a0agierende\u00a0Kommunikation,\u00a0jedoch\u00a0ist\u00a0die\u00a0entstandene Interaktionsbeziehung\u00a0f\u00fcr\u00a0Nutzer*innen\u00a0vielleicht kommunikativ, aber noch lange nicht partizipativ. Strukturen werden vorgegeben,\u00a0eine Beteiligung an der Gestaltung der Plattformen\u00a0ist nicht m\u00f6glich. Trotz der hohen Kommunikationsmacht,\u00a0die\u00a0die\u00a0Plattformen\u00a0den\u00a0Nutzer*innen\u00a0verleihen,\u00a0ist\u00a0es\u00a0immer\u00a0demnach stets die Anbieterseite, die die Struktur definiert und das Nutzungsverh\u00e4ltnis zu\u00a0ihren eigenen Vorteilen lenkt. Eine institutionelle Legitimit\u00e4t kann sich jedoch auf die\u00a0Erm\u00f6glichung\u00a0von\u00a0Individualkommunikation,\u00a0also\u00a0der\u00a0f\u00fcr\u00a0alle\u00a0Akteur*innen\u00a0geltenden Redefreiheit, st\u00fctzen, solange sie der Freiheit, die sie ihren Nutzer*innen verspricht und der\u00a0Unabh\u00e4ngigkeit journalistischer Kommunikationsweisen, nicht grunds\u00e4tzlich widerspricht.\u00a0So\u00a0ist\u00a0es\u00a0m\u00f6glich,\u00a0dass\u00a0sie\u00a0den\u00a0Nutzern\u00a0wie informelle\u00a0und\u00a0stark\u00a0formlose\u00a0und\u00a0weniger\u00a0als formelle, also besonders formgebende Institutionen vorkommen (vgl. Jarren 2019, S. 172,\u00a0175).<\/p>\n\n\n\n<p>Katzenbach f\u00fchrt weiter aus, dass der fundamentale Prozess der Neuinstitutionalisierung in&nbsp;der f\u00fcr die Gesellschaft relevanten Kommunikation den Sozialen Medien eine Rolle als&nbsp;selbstverst\u00e4ndliches Mittel zur privaten und gesellschaftlichen Kommunikation beimisst.&nbsp;\u00c4ndert sich die pers\u00f6nliche Kommunikation (so auch ihr Freiheitsgrad in den Medien), so&nbsp;\u00e4ndere sich auch die Erwartungshaltung an kommunikatives Handeln, gegen\u00fcber anderer&nbsp;Akteur*innen und Organisationen. Eine kollektive Verschiebung der Erwartungshaltung&nbsp;w\u00e4re&nbsp;denkbar&nbsp;(vgl.&nbsp;Katzenbach&nbsp;2020,&nbsp;S.&nbsp;2).<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachte\u00a0ich\u00a0hier\u00a0als\u00a0Akteurin\u00a0in\u00a0den\u00a0Sozialen\u00a0Medien\u00a0das\u00a0eigene\u00a0Kommunikationsverhalten\u00a0und meine Erwartungen an die Plattformen, sowie andere Nutzer*innen wie beispielsweise\u00a0auch\u00a0Organisationen,\u00a0Parteien\u00a0oder\u00a0Verb\u00e4nde,\u00a0nehme\u00a0ich bewusst\u00a0war,\u00a0wie\u00a0ich\u00a0von\u00a0der\u00a0durch\u00a0Plattformen institutionalisierten \u00d6ffentlichkeit, nach dem Akzeptieren der vorgegebenen\u00a0Kommunikationskan\u00e4le\u00a0und\u00a0-strukturen,\u00a0erwarte,\u00a0dass\u00a0sich\u00a0andere\u00a0Akteure\u00a0des\u00a0traditionellen Mediensystems\u00a0ebenfalls\u00a0an\u00a0ihr\u00a0beteiligen\u00a0und\u00a0sich\u00a0an\u00a0die\u00a0von\u00a0den\u00a0Plattformen\u00a0vorgegebenen\u00a0Kommunikationsformen anpassen.\u00a0Eine\u00a0Enthaltung\u00a0aus\u00a0Debatten\u00a0und\u00a0Diskussionen\u00a0im\u00a0digitalen \u00f6ffentlichen Raum, der nach Habermas noch nicht einmal als dieser bezeichnet\u00a0werden d\u00fcrfte (vgl. Habermas 2006), entspr\u00e4che nicht meinen pers\u00f6nlichen Erwartungen an\u00a0die heutige, digitalisierte und stark vernetzte Medienlandschaft. Nichts desto trotz besteht in\u00a0meinen Augen\u00a0die\u00a0Gefahr,\u00a0dass\u00a0der\u00a0neue\u00a0\u00f6ffentliche\u00a0Raum\u00a0als\u00a0eine\u00a0Grundlage\u00a0f\u00fcr\u00a0diskussionsf\u00e4hige und \u00f6ffentlichkeitsrelevante Kommunikation durch die F\u00fclle an Stimmen\u00a0und\u00a0Informationen geflutet\u00a0werden\u00a0k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Algorithmusblase&nbsp;statt&nbsp;Journalismusfilter<\/h3>\n\n\n\n<p>Die journalistische Arbeit, ihre T\u00e4tigkeit als Filter f\u00fcr allgemein relevante Themen und ihre&nbsp;regulativen Normen in den Massenmedien werden in den Sozialen Medien fallen gelassen,&nbsp;die&nbsp;neuen&nbsp;Kommunikationsangebote,&nbsp;-kan\u00e4le&nbsp;und&nbsp;-anspr\u00fcche&nbsp;unterscheiden&nbsp;sich&nbsp;grundlegend&nbsp;von bekannten Strukturen. Es werden keine Gatekeeper ben\u00f6tigt, die die Themen nach&nbsp;Relevanz f\u00fcr die Allgemeinheit selektieren und journalistische Anspr\u00fcche sicherstellen. Auf&nbsp;den Plattformen&nbsp;geschieht&nbsp;das&nbsp;gleiche&nbsp;wie&nbsp;w\u00e4hrend&nbsp;des&nbsp;ersten&nbsp;Strukturwandels&nbsp;der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit:&nbsp;\u201e[&#8230;]&nbsp;der&nbsp;Journalismus&nbsp;in den&nbsp;Massenmedien&nbsp;hat&nbsp;auch&nbsp;seine&nbsp;den&nbsp;Ton&nbsp;angebende&nbsp;(Meinungstenor)&nbsp;wie&nbsp;den&nbsp;Darstellungsstil&nbsp;(Sprache;&nbsp;bildliche Darstellungsformen; Formen der Kritik etc.) pr\u00e4gende Funktion verloren\u201c (Jarren 2019b, S.&nbsp;353).<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue, digitale Gatekeeper nennt sich Algorithmus. Im Gegensatz zu journalistischen&nbsp;Anspr\u00fcchen&nbsp;f\u00fcr&nbsp;Relevanz&nbsp;in publizistischen&nbsp;Medien&nbsp;liegt&nbsp;hier&nbsp;der&nbsp;Anspruch&nbsp;bei&nbsp;der&nbsp;Individualisierung&nbsp;und&nbsp;dem&nbsp;Konstituieren&nbsp;einer&nbsp;eigenen,&nbsp;kleinen \u00d6ffentlichkeit.&nbsp;Durch&nbsp;ungefilterte Kommunikation und Anerkennung dieser durch ein aufgebautes Netzwerk ist es&nbsp;mir&nbsp;als Nutzerin&nbsp;sogar&nbsp;m\u00f6glich,&nbsp;\u00fcber&nbsp;mein&nbsp;Netzwerk&nbsp;hinaus&nbsp;die&nbsp;neue&nbsp;allgemeine&nbsp;\u00d6ffentlichkeit&nbsp;zu&nbsp;erreichen&nbsp;und,&nbsp;im&nbsp;besten&nbsp;Fall, die&nbsp;Erwartungen&nbsp;anderer&nbsp;Akteur*innen&nbsp;an&nbsp;sie&nbsp;mit&nbsp;meiner&nbsp;Kommunikation&nbsp;zu&nbsp;best\u00e4tigen&nbsp;und&nbsp;die&nbsp;Plattformen&nbsp;institutionell zu&nbsp;best\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach\u00a0Katzenbach\u00a0sind\u00a0auch\u00a0w\u00e4hrend\u00a0des\u00a0zweiten\u00a0Strukturwandels\u00a0der\u00a0\u00d6ffentlichkeit,\u00a0in\u00a0dem\u00a0wir uns zur Zeit befinden, die bestehenden Ebenen der Institutionalisierung ein Indiz daf\u00fcr,\u00a0dass\u00a0sich\u00a0Ordnungs-\u00a0und\u00a0Wandlungsprozesse,\u00a0wie\u00a0wir sie\u00a0in\u00a0der\u00a0Neuausrichtung\u00a0des\u00a0Mediensystems erleben, durch ganz unterschiedliche Mechanismen und an verschiedenen Orten\u00a0abspielen.\u00a0Mithilfe\u00a0dieser\u00a0institutionstheoretische\u00a0Basis\u00a0lasse\u00a0sich\u00a0eine\u00a0Doppelbewegung\u00a0wechselseitiger Institutionalisierung\u00a0beschreiben.\u00a0Plattformen\u00a0re-\u00a0institutionalisieren durch ihre neuen Formen die \u00d6ffentlichkeit, w\u00e4hrend diese gleichzeitig\u00a0von\u00a0\u00d6ffentlichkeit,\u00a0Politik\u00a0oder\u00a0den\u00a0Nutzer*innen\u00a0institutionell\u00a0gestaltet\u00a0wird (vgl. Katzenbach\u00a02020,\u00a0S.\u00a05f.).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein&nbsp;Schritt&nbsp;in&nbsp;Richtung&nbsp;Re-Institutionalisierung&nbsp;publizistischer&nbsp;Medien<\/h3>\n\n\n\n<p>Denn auch, wenn sich die Sozialen Medien zun\u00e4chst als kulturell und politisch unabh\u00e4ngig&nbsp;etabliert&nbsp;und&nbsp;die Kommunikationsweise&nbsp;und&nbsp;-regulierung&nbsp;der&nbsp;traditionellen&nbsp;Medien&nbsp;durch&nbsp;die&nbsp;Einrichtung&nbsp;eigener Kommunikationsstrukturen&nbsp;und&nbsp;-richtlinien&nbsp;abgelehnt&nbsp;haben,&nbsp;so&nbsp;w\u00e4re&nbsp;es&nbsp;f\u00fcr die Institutionen Journalismus und Politik vermutlich fatal, diese nicht wahrzunehmen.&nbsp;Niedrige Eintrittsbarrieren in einen gesellschaftlichen Dialog mit der neuen \u00d6ffentlichkeit,&nbsp;wie&nbsp;sie&nbsp;die&nbsp;Plattformen&nbsp;bieten&nbsp;(vgl.&nbsp;Jarren&nbsp;2019,&nbsp;S.&nbsp;172),&nbsp;k\u00f6nnen,&nbsp;und&nbsp;daf\u00fcr&nbsp;pl\u00e4diere&nbsp;ich,&nbsp;den&nbsp;ersten wichtigen Schritt in der Re-Institutionalisierung von publizistischen Medien und&nbsp;journalistischen&nbsp;Anspr\u00fcchen&nbsp;darstellen. Der&nbsp;Strukturwandel&nbsp;gesellschaftlicher&nbsp;Kommunikation ist noch nicht vollendet, eine vollkommene Integration der Plattformen in&nbsp;die Gesellschaft und die Politik steht noch aus (vgl. Katzenbach 2020, S. 12). Jarren f\u00fchrt&nbsp;zum&nbsp;Prozess der&nbsp;Institutionalisierung&nbsp;der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit&nbsp;aus:&nbsp;\u201eHorizontal&nbsp;wie&nbsp;vertikal&nbsp;differenziert sich das Intermedi\u00e4re System der Gesellschaft wie auch die \u00d6ffentlichkeit aus.&nbsp;F\u00fcr&nbsp;diesen&nbsp;Differenzierungsprozess&nbsp;sind&nbsp;Social-Media-Plattformen relevant,&nbsp;weil&nbsp;sie&nbsp;zahlreiche&nbsp;M\u00f6glichkeiten&nbsp;f\u00fcr&nbsp;die&nbsp;Interessenartikulation&nbsp;Einzelner&nbsp;wie&nbsp;Gruppen&nbsp;oder&nbsp;Organisationen erm\u00f6glichen.&nbsp;Zudem&nbsp;k\u00f6nnen&nbsp;Social&nbsp;Media&nbsp;sowohl&nbsp;flexibel&nbsp;genutzt&nbsp;(Mediennutzung)&nbsp;wie&nbsp;auch&nbsp;benutzt&nbsp;werden (Mediengebrauch).&nbsp;Damit&nbsp;entstehen&nbsp;f\u00fcr&nbsp;Einzelne wie&nbsp;Organisationen&nbsp;neue&nbsp;Formen&nbsp;von&nbsp;Teilhabe,&nbsp;Teilnahme,&nbsp;Mitgliedschaft&nbsp;wie&nbsp;der&nbsp;sonstigen&nbsp;Inklusion.\u201c&nbsp;(Jarren&nbsp;2019b,&nbsp;S. 360)<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Beginn einer Implementierung von politischen Themen in den Sozialen Medien\u00a0aussehen kann, zeigen bereits Twitter-Accounts von Politiker*innen und Parteien, offizielle\u00a0Accounts massenmedial relevanter Nachrichtenagenturen oder auch einzelne Nutzer*innen\u00a0der Plattformen wie beispielsweise Blogger*innen, die ihre Stimme erheben und die f\u00fcr ihre\u00a0\u00d6ffentlichkeit\u00a0relevanten\u00a0Themen\u00a0kommunizieren\u00a0k\u00f6nnen.\u00a0Politisch\u00a0motivierte\u00a0Blogger*innen\u00a0schaffen\u00a0hier\u00a0bereits eine\u00a0Schnittstelle\u00a0zwischen\u00a0einem\u00a0gewissen\u00a0Rezipient*innen-Anspruch an\u00a0zuverl\u00e4ssige und journalistisch gepr\u00fcfte Informationen und\u00a0dem Adaptieren der Kommunikationsstrukturen der neuen Intermedi\u00e4re. Ist das politische\u00a0Interesse und\u00a0der\u00a0Anspruch\u00a0an\u00a0eine\u00a0journalistisch\u00a0Aufbereitung\u00a0erst\u00a0einmal\u00a0in\u00a0einer\u00a0Teil\u00f6ffentlichkeit\u00a0geweckt,\u00a0flie\u00dft\u00a0es\u00a0in\u00a0den Prozess\u00a0des\u00a0strukturellen\u00a0Wandels\u00a0von\u00a0Kommunikation\u00a0mit\u00a0ein,\u00a0beeinflusst\u00a0gegenseitig\u00a0Plattformen\u00a0und\u00a0\u00d6ffentlichkeit, sch\u00fcrt\u00a0Erwartungen und konstituiert publizistische Medien erneut. Die \u00d6ffentlichkeit, die sich\u00a0zun\u00e4chst als ein Akteur im traditionellen Mediensystem f\u00fcgte, institutionalisiert und durch\u00a0Ausrichtung an kollektiven Entscheidungen und Erwartungen angepasst wurde, ist von den\u00a0neuen Plattformen abh\u00e4ngig, die wiederum von der \u00d6ffentlichkeit und ihren Akteur*innen\u00a0abh\u00e4ngen. Ein Kreislauf, in den es in den n\u00e4chsten Jahren gilt, ein gesellschaftsrelevantes\u00a0Thema\u00a0wie politische Akteure\u00a0und\u00a0Debatten einzuschleusen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Institutioneller&nbsp;Wandel&nbsp;der&nbsp;Medienregulierungen<\/h3>\n\n\n\n<p>So flexibel wie die Integration von Politik in die Sozialen Medien noch erscheinen mag, so&nbsp;flexibel sollten in Zukunft aber auch, so fordern ebenfalls Brosda und Schulz, vor allem um&nbsp;den neuen Erwartungen der \u00d6ffentlichkeit an (politische und kulturelle) Kommunikation&nbsp;gerecht zu werden, die Aufgabenbereiche der publizistischen, \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien&nbsp;gestaltet&nbsp;und&nbsp;Handlungsbereiche&nbsp;ausgeweitet&nbsp;werden.&nbsp;Das&nbsp;vernachl\u00e4ssigen&nbsp;der&nbsp;journalistischen&nbsp;Brille und&nbsp;ihrer&nbsp;Filterfunktion&nbsp;im&nbsp;Internet&nbsp;zu&nbsp;Beginn&nbsp;der&nbsp;Ausdifferenzierung&nbsp;der&nbsp;Medien&nbsp;zieht&nbsp;die&nbsp;Ver\u00e4nderung&nbsp;der&nbsp;regulativen Ebene&nbsp;mit&nbsp;sich.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnen Presserecht und Staatsvertr\u00e4ge den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk regeln, sind es&nbsp;nach&nbsp;Katzenbach&nbsp;vor&nbsp;allem Community&nbsp;Guidelines&nbsp;und&nbsp;AGBs,&nbsp;die&nbsp;die&nbsp;vielseitige&nbsp;Kommunikation&nbsp;der&nbsp;Nutzer*innen&nbsp;auf&nbsp;den&nbsp;Plattformen&nbsp;bestimmen. Sind&nbsp;es&nbsp;letztendlich&nbsp;diese&nbsp;informellen Regeln, die die Plattformen stellen und selbst als einen Filter f\u00fcr die Art und&nbsp;Weise der Kommunikation setzen, ist es doch das einfache dar\u00fcber hinweg Scrollen durch&nbsp;Nutzer*innen,&nbsp;was&nbsp;Katzenbach&nbsp;sowie Brosda&nbsp;und&nbsp;Schulz&nbsp;kritisch&nbsp;anmerken,&nbsp;aber&nbsp;gleichzeitig die informelle Eigenschaft der neuen Plattformen ausmachen. Medienpolitik wie sie derzeit&nbsp;best\u00fcnde, m\u00fcsse sich unter Ber\u00fccksichtigung der neuen Plattformen, ihrer individuellen&nbsp;Regularien&nbsp;und&nbsp;Kommunikationswege&nbsp;auf&nbsp;eine&nbsp;erheblich ausgeweitete&nbsp;Zahl&nbsp;von&nbsp;Stakeholdern ausrichten,&nbsp;um&nbsp;diskursf\u00e4hig&nbsp;zu sein&nbsp;(vgl.&nbsp;Brosda&nbsp;&amp;&nbsp;Schulz&nbsp;2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Das\u00a0Bef\u00f6rdern\u00a0der\u00a0Nutzer*innen\u00a0zu\u00a0relevanten\u00a0Kommunikationsakteur*innen\u00a0im\u00a0politischen\u00a0Diskurs,\u00a0die\u00a0durch technologische\u00a0Infrastrukturen\u00a0eigene\u00a0Interessen\u00a0teilen,\u00a0sich\u00a0mit\u00a0Gleichgesinnten vernetzen und eine eigenen \u00d6ffentlichkeit schaffen k\u00f6nnen,\u00a0f\u00fchren im\u00a0Idealfall zu einem hohen Gemeinschaftsgef\u00fchl, das es auch f\u00fcr Brosda und Schulz gilt, im\u00a0Sinne des Journalismus und der publizistischen Medien, trotz der Kommunikationsflut im\u00a0Internet, beizubehalten. Im strukturellen Wandel, in dem wir uns befinden, k\u00f6nnte eine\u00a0Integration dieser Kommunikationsakteur*innen in den Prozess der Medienregulierung als\u00a0konstituierendes Mitglied in Kombination mit der fortf\u00fchrenden Bindung der Intermedi\u00e4re\u00a0an\u00a0die Grundrechte\u00a0entscheidend\u00a0sein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> Pl\u00e4doyer&nbsp;f\u00fcr&nbsp;eine&nbsp;Re-Institutionalisierung&nbsp;der&nbsp;traditionellen publizistischen&nbsp;Medien<\/h4>\n\n\n\n<p>Maria L\u00f6blich betont noch einmal das Wissen, welches Akteur*innen \u00fcber die Bedingungen&nbsp;ihres&nbsp;Handelns&nbsp;haben.&nbsp;Sie speichern&nbsp;es&nbsp;in&nbsp;ihren&nbsp;Regeln&nbsp;und&nbsp;Routinen.&nbsp;Legitimierte&nbsp;Institutionen,&nbsp;in&nbsp;denen&nbsp;Handlungsmuster&nbsp;etabliert&nbsp;sind,&nbsp;w\u00fcrden, im&nbsp;Sinne&nbsp;des&nbsp;Neo-&nbsp;Institutionalismus, so lange nicht in Frage gestellt werden,&nbsp;bis eine Unterbrechung die&nbsp;\u00fcblichen Handlungen&nbsp;der&nbsp;Akteur*innen&nbsp;stoppt&nbsp;und&nbsp;ein&nbsp;Prozess&nbsp;des&nbsp;sozialen&nbsp;Wandels&nbsp;stattfindet. Hier w\u00fcrden Institutionen reorganisiert und m\u00fcssten ihre Legitimation erneut&nbsp;begr\u00fcnden und erarbeiten (vgl.&nbsp;L\u00f6blich 2017, S.&nbsp;433).&nbsp;Ver\u00e4nderte Nutzungsformen&nbsp;im&nbsp;Medienbereich,&nbsp;wie&nbsp;bei&nbsp;der&nbsp;Institutionalisierung&nbsp;der&nbsp;neuen&nbsp;Intermedi\u00e4re&nbsp;und&nbsp;im&nbsp;voranschreitenden Strukturwandel&nbsp;der&nbsp;gesellschaftlichen&nbsp;Kommunikation,&nbsp;w\u00fcrden&nbsp;in&nbsp;diesem&nbsp;Falle die publizistischen Medien dazu veranlassen, ihre Daseinsberechtigung als Institution&nbsp;auf&nbsp;die&nbsp;Probe&nbsp;zu&nbsp;stellen.&nbsp;Im&nbsp;vorliegenden&nbsp;Essay&nbsp;wird&nbsp;vor&nbsp;allem&nbsp;die Verantwortung&nbsp;sowie&nbsp;die&nbsp;Beeinflussungen der Plattformen betont, doch ohne \u00d6ffentlichkeit, ohne jeden einzelnen&nbsp;Nutzer und jede einzelne Nutzerin g\u00e4be es die neue mediale \u00d6ffentlichkeit nicht. Vielleicht&nbsp;liegt es jetzt in der Verantwortung der Rezipient*innen, die Anspr\u00fcche an die Formulierung&nbsp;von&nbsp;Nachrichten&nbsp;in&nbsp;den&nbsp;Sozialen&nbsp;Medien&nbsp;zu&nbsp;\u00fcberdenken, zur\u00fcck&nbsp;zu&nbsp;kehren&nbsp;zu&nbsp;den&nbsp;Anspr\u00fcchen&nbsp;an&nbsp;wahre&nbsp;Aussagen&nbsp;und&nbsp;fundierte&nbsp;Informationen,&nbsp;an&nbsp;eine&nbsp;angemessene Kommunikation und somit den Prozess des gesellschaftlichen, institutionellen Wandels, als&nbsp;wesentlicher&nbsp;Bestandteil dessen,&nbsp;in&nbsp;eine&nbsp;anspruchsvolle&nbsp;Richtung&nbsp;zu&nbsp;lenken.&nbsp;Eine&nbsp;Re-&nbsp;Institutionalisierung der publizistischen Medien durch die moderne Gesellschaft in ihrer&nbsp;Rolle&nbsp;als&nbsp;globale Kommunikationsgesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Autorin<\/h4>\n\n\n\n<p>Adina Eggert studiert Kommunikationsmanagement und \u00fcberzeugt mit ihrem sehr pers\u00f6nlich gehaltenen Essay. Studierende des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement argumentieren im Ergebnis dieses Seminars sorgf\u00e4ltig und stellen fundierte \u00dcberlegungen an: Wie kann ein \u00f6ffentlich-rechtlicher Rundfunk gestaltet werden? Welche M\u00f6glichkeiten gibt es, Medienzukunft angesichts zunehmender Verschiebungen der Mediennutzung zu denken? Welche Rolle spielen Plattformen?<\/p>\n\n\n\n<p>Und sie schreiben Essays &#8211; ein eher ungew\u00f6hnliches Format im Studium. Im Regelfall werden eher wissenschaftliche Hausarbeiten verfasst. Das Experiment, die Autorinnen und Autoren auf einen Essay zu verpflichten, ist erfolgreich &#8211; und bringt erstaunliche Ergebnisse, die hier geteilt werden. Vier Arbeiten erreichen im Rahmen der Begutachtung eine 1,0 &#8211; und werden geteilt. Pr\u00e4dikat: Lesenswert!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur zum Essay<\/h2>\n\n\n\n<p>Brosda,&nbsp;Carsten;&nbsp;Schulz,&nbsp;Wolfgang&nbsp;(2020):&nbsp;Wir&nbsp;brauchen&nbsp;eine&nbsp;neue&nbsp;Medienpolitik. Frankfurter&nbsp;Allgemeine&nbsp;Zeitung<\/p>\n\n\n\n<p>Ehringer,&nbsp;Wolfgang&nbsp;(2019):&nbsp;Strategisches&nbsp;Management&nbsp;und&nbsp;Neo-Institutionalismus&nbsp;\u2013&nbsp;Legitimit\u00e4t&nbsp;als&nbsp;Quelle&nbsp;f\u00fcrunternehmerische&nbsp;Wettbewerbsvorteile.&nbsp;Wiesbaden:&nbsp;Springer&nbsp;Gabler<\/p>\n\n\n\n<p>Florian,&nbsp;Michael&nbsp;(2008a):&nbsp;Felder&nbsp;und&nbsp;Institutionen.&nbsp;Der&nbsp;soziologische&nbsp;Neo-Institutionalismus&nbsp;und&nbsp;die&nbsp;Perspektiven&nbsp;einerpraxistheoretischen&nbsp;Institutionenanalyse.&nbsp;Berliner&nbsp;Journal&nbsp;f\u00fcr&nbsp;Soziologie 18:&nbsp;1:129-155<\/p>\n\n\n\n<p>Florian, Michael (2008b): \u00d6konomische Institutionen als soziale Praxis: Der Beitrag von&nbsp;Pierre&nbsp;Bourdieu&nbsp;zur&nbsp;\u201eneuen\u201cWirtschaftssoziologie.&nbsp;Leipzig:&nbsp;Gesis<\/p>\n\n\n\n<p>Habermas, J\u00fcrgen (2006): Political Communication&nbsp;in Media Society: Does Democracy Still&nbsp;Enjoy an Epistemic Dimension? The Impact of Normative Theory on Empirical&nbsp;Research.&nbsp;<em>Communication&nbsp;Theory<\/em>,&nbsp;<em>16<\/em>(4),&nbsp;411\u2013426.<\/p>\n\n\n\n<p>Jarren, Otfried (2019): Fundamentale Institutionalisierung: Social Media als neue globaleKommunikationsinfrastruktur.&nbsp;Publizistik:&nbsp;64&nbsp;S.&nbsp;163-179<\/p>\n\n\n\n<p>Jarren,&nbsp;Otfried&nbsp;(2019b):&nbsp;Medien-&nbsp;und&nbsp;\u00d6ffentlichkeitswandel&nbsp;durch&nbsp;Social&nbsp;Media&nbsp;als&nbsp;gesellschaftliche&nbsp;&nbsp;&nbsp;Herausforderung&nbsp;&nbsp;&nbsp;wie&nbsp;&nbsp;&nbsp;als&nbsp;&nbsp;&nbsp;Forschungsfeld.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;M.&nbsp;Eisenegger,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;L.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Udris&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&amp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;P.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ettinger&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(Hg.),&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wandel&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit und der Gesellschaft: Gedenkschrift f\u00fcr Kurt Imhof (S. 349\u2013406).Wiesbaden:&nbsp;Springer VS<\/p>\n\n\n\n<p>Katzenbach,&nbsp;Christian&nbsp;(2020):&nbsp;Die&nbsp;\u00d6ffentlichkeit&nbsp;der&nbsp;Plattformen:&nbsp;Wechselseitige&nbsp;(Re-)Institutionalisierung&nbsp;von\u00d6ffentlichkeit&nbsp;und&nbsp;Plattformen.&nbsp;Wiesbaden:&nbsp;VS&nbsp;Verlag<\/p>\n\n\n\n<p>Kops,&nbsp;Manfred&nbsp;(2014):&nbsp;Die&nbsp;Medien&nbsp;in&nbsp;Deutschland&nbsp;zwischen&nbsp;Markt,&nbsp;Staat&nbsp;und&nbsp;Zivilgesellschaft. Eine Langzeitbetrachtung f\u00fcr die Jahre zwischen 1950 und 2020.&nbsp;K\u00f6ln:&nbsp;Institut&nbsp;f\u00fcr Rundfunk\u00f6konomie<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00f6blich,&nbsp;Maria&nbsp;(2017):&nbsp;Legitimit\u00e4t&nbsp;in&nbsp;der&nbsp;Medienpolitik:&nbsp;Eine&nbsp;strukturationstheoretische&nbsp;und&nbsp;neo-institutionalistische&nbsp;Perspektive. In Publizistik 62:425-443 Wiesbaden: Springer&nbsp;Fachmedien<\/p>\n\n\n\n<p>Saxer,&nbsp;U.&nbsp;(1999):&nbsp;Der&nbsp;Forschungsgegenstand&nbsp;der&nbsp;Medienwissenschaft.&nbsp;In&nbsp;J.-F.&nbsp;Leonard,&nbsp;H.-W. Ludwig, H.-W. Schwarze &amp; E. Strassner (Hrsg.), Medienwissenschaft \u2013 ein&nbsp;Handbuch&nbsp;zur&nbsp;Entwicklung&nbsp;derMedien&nbsp;und&nbsp;Kommunikationsformen.&nbsp;1.&nbsp;Teilband&nbsp;(S.&nbsp;1-14).&nbsp;Berlin:&nbsp;De Gruyter<\/p>\n\n\n\n<p>Stark,&nbsp;B.&nbsp;&amp;&nbsp;Magin,&nbsp;M.&nbsp;(2019):&nbsp;Neuer&nbsp;Strukturwandel&nbsp;der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit&nbsp;durch&nbsp;Informationsintermedi\u00e4re&nbsp;&#8211;&nbsp;WieFacebook,&nbsp;Google&nbsp;&amp;&nbsp;Co.&nbsp;die&nbsp;Medien&nbsp;und&nbsp;den&nbsp;Journalismus ver\u00e4ndern. In M. Eisenegger, L. Udris &amp; P. Ettinger (Hg.), Wandel der&nbsp;\u00d6ffentlichkeit und der Gesellschaft: Gedenkschrift f\u00fcr Kurt Imhof&nbsp;<em>_<\/em>(S. 377\u2013406).Wiesbaden:&nbsp;Springer VS<\/p>\n\n\n\n<p>Taddicken, Monika; Schmidt, Jan-Hinrik (2017): Entwicklung und Verbreitung sozialer&nbsp;Medien. In Jan-Hinrik Schmidt &amp; Monika Taddicken (Hrsg.), Handbuch Soziale&nbsp;Medien.&nbsp;Wiesbaden:&nbsp;Springer&nbsp;Fachmedien,&nbsp;S.&nbsp;3-22<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Last not least&#8221; &#8211; der vierte von insgesamt vier Essays, die sich damit auseinandersetzen, wie die Zukunft von Massenmedien und Sozialen Medien auch politisch verantwortlich gestaltet werden k\u00f6nnen. Adina Eggert nimmt sich hierf\u00fcr dem institutionellen Wandel gesellschaftlicher Kommunikation an und diskutiert die &#8220;undenkbare De-Institutionalisierung der publizistischen Medien&#8221;. 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