{"id":4697,"date":"2021-02-22T11:56:45","date_gmt":"2021-02-22T10:56:45","guid":{"rendered":"https:\/\/komma.ostfalia.de\/?p=4697"},"modified":"2021-02-22T12:01:23","modified_gmt":"2021-02-22T11:01:23","slug":"hochschule-medienkompetenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/komma.ostfalia.de\/index.php\/hochschule-medienkompetenz\/","title":{"rendered":"Die Hochschule von Morgen \u00fcberzeugt mit Medienkompetenz"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Digitalisierung der Hochschullehre stellt bew\u00e4hrte Systeme vor gro\u00dfe Herausforderungen \u2013 gewohnte Routinen werden durchbrochen, das System muss sich an vielen Punkten neu (er)finden. Das hei\u00dft auch: die Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen von Morgen ben\u00f6tigen ein ver\u00e4ndertes \u201eSet\u201c an F\u00e4higkeiten, Fertigkeiten und eben \u2013 Kompetenzen. M\u00f6glicherweise muss man auch eher weniger von Digitalisierung denn von Medialisierung sprechen, wenn man \u00fcber Hochschullehre der Zukunft spricht oder schreibt, eine Zukunft, die bereits begonnen hat. Die Fragen lauten: Wann, wo und wie lassen wir unsere kommunikativen Beziehungen in der Lehre von Medien st\u00fctzen? \u00dcber welche Kan\u00e4le vermitteln wir welche Botschaften? Welche Medien setzen wir ein, und wie k\u00f6nnen digitale Formate aussehen? Schlie\u00dflich: Warum sollten Hochschulen zunehmend professioneller werden, was den Einsatz von digital angelegten Lehrmedien betrifft?<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Erkenntnisse pr\u00e4gen die intensive Auseinandersetzung mit digitaler Hochschullehre. Nummer eins: Es geht, es geht besser, als viele denken. Erkenntnis Nummer zwei: Es ist anstrengender, deutlich anstrengender und zeitraubender als viele in ihren schlimmsten Tr\u00e4umen bef\u00fcrchten. Erkenntnis Nummer drei: Wer digitale Hochschullehre ernstnimmt, und wer daf\u00fcr Hingabe zeigt und noch mehr Hirnschmalz investiert, erzielt gute und sehr gute Ergebnisse. Alle, die sich ernsthaft darauf einlassen, werden best\u00e4tigen k\u00f6nnen: Besonders gut funktioniert das mit der Digitalisierung in seminaristischen Kursen, bei denen am Ende des Semesters Haus- oder Projektarbeiten abgegeben werden m\u00fcssen. Eine prototypisierte, digital gest\u00fctzte Lehr-Routine k\u00f6nnte dann so aussehen: In der ersten Stufe wird eine Projektskizze entwickelt und elektronisch auf einer Plattform eingereicht (1.) \u2013 wie diese Skizze auszusehen hat, ist f\u00fcr alle Seminarteilnehmer per Formular vorgegeben. Dann bewerten Teilnehmer: gegenseitig ihre Abgaben (2.) \u2013 auch daf\u00fcr gibt es ein standardisiertes Formular, bei dem jeder sich ein Urteil \u00fcber verschiedene Aspekte per Ankreuzen bilden darf \u2013 und damit eben auch die eigene Arbeit noch einmal in Frage stellen kann und muss: Ist das Thema verst\u00e4ndlich formuliert? Ist die Projektumsetzung passgenau am Seminarkontext ausgerichtet? Stimmt der theoretische Hintergrund? Passen Beschreibung und der so genannte \u201eWorkload\u201c zueinander, also erg\u00e4nzen sich Skizze und geplanter Arbeitsaufwand f\u00fcr das Seminar?<\/p>\n\n\n\n<p>All dies k\u00f6nnen die Teilnehmer bewerten \u2013 und ihren Kommilitonen zur\u00fcckmelden, weil auch dieses Formular auf der Plattform gespeichert wird. Erst nachdem die Projektskizzen mit den Hinweisen der Mitstudierenden angepasst und in einer zweiten Fassung formuliert sind (3.), kommentieren die Lehrenden die Formulare mit konkreten Hinweisen, sie geben Anregungen, kritisieren und formulieren m\u00f6glichst pr\u00e4zise Hilfestellungen (4.). Dann d\u00fcrfen die Studierenden ihre Basisideen anpassen, vielleicht die urspr\u00fcngliche Skizze etwas konkreter ausformulieren (5.). Erst im Anschluss kommt es zur Begegnung \u2013 der Ansatz, das Thema, die Struktur, der rote Faden wird im Gespr\u00e4ch, Face-to-Face, besser: Videobild-zu-Videobild online diskutiert: entweder mit jedem einzelnen (bei klassischen Haus- oder Seminararbeiten) oder aber mit ganzen Projektteams, je nachdem f\u00fcr welche Arbeitsweise man sich im Seminar entschieden hat (6.). Man trifft sich online \u2013 im Hangout, bei Duo, Skype, WhatsApp, bei Facetime, Zoom, im Facebook-Messenger oder mit Hilfe des Video\u00fcbertragungssystems \u201eBig Blue Button\u201c. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile. Bleibt zu bemerken: Beherrschen sollte man als Hochschullehrer und Hochschullehrerin inzwischen alle diese Systeme, was sich im Regelfall als unproblematisch darstellt, da ja vieles intuitiv gestaltet ist und sich beim Ausprobieren ergibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied in solcherma\u00dfen organisierter digitaler Lehre liegt nicht in der Technik selbst, er liegt darin, wie Gespr\u00e4che online verlaufen, welche Schwerpunkte gesetzt und welche Inhalte in ihnen ausgebreitet werden. Konsultationen f\u00fcr Seminararbeiten und Projekte, die mittels Videotelefonie durchgef\u00fchrt werden, sind erstaunlicher weise manchmal deutlich effektiver als Sprechstunden, bei denen man sich im Seminarraum oder B\u00fcro trifft. So zumindest der empirisch nur an wenigen Beispielen gepr\u00fcfte Eindruck aus Gespr\u00e4chen, die der Autor in den vergangenen Monaten im Kollegium f\u00fchren durfte. Woran das liegt? W\u00e4hrend Studieren immer etwas mit Denken, mit Kognition zu tun hat, spielen im B\u00fcro, bei einer Sprechstunde von Angesicht zu Angesicht Emotionen oft eine wichtigere Rolle. Man ist sich unsicher, glaubt, schnell zu verstehen, das Problem genau zu erfassen und erkennt dann erst sp\u00e4ter, dass man vielleicht doch noch eine zus\u00e4tzliche Frage h\u00e4tte stellen m\u00fcssen; man achtet auf das Umfeld, auf Befindlichkeiten, auf die Atmosph\u00e4re, die Stimmung. Vieles davon f\u00e4llt beim Online-Austausch weg. Das sehen viele Manager \u00fcbrigens als gro\u00dfen Nachteil von \u201eHome Office\u201c, hier kann es als Vorteil formuliert werden: Online wird im seminaristischen Kontext h\u00e4ufiger nachgefragt. Bezogen auf die digitale Hochschullehre und damit alle Veranstaltungsformate gilt: Entscheidend ist die Didaktik! Entscheidend sind die intelligenten Antworten auf die Frage, wie man welche Inhalte in eine Struktur, in eine Logik, genauer: in eine Vermittlungslogik \u00fcberf\u00fchrt. Wer heute Schwierigkeiten in und mit der Online-Umsetzung von Lehrangeboten hat, darf sich also noch einmal intensiver mit dem generellen \u201eWie\u201c besch\u00e4ftigen, mit der Frage, auf welche Weise Themenfelder oder Schwerpunkte thematisiert werden wollen. Es gibt zahlreiche Konzepte \u2013 viele von ihnen bereits aus den 1970er Jahren, sie funktionieren auch in der Onlinewelt. Mit H5P-Anwendungen, die sich beispielsweise hervorragend in Moodle-Umgebungen einpassen lassen, steht zudem f\u00fcr die medienvermittelte Hochschullehre ein nahezu unbegrenzter Werkzeugkasten didaktischer Umsetzungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfes Problem bei alledem: Wie berechnet man den Aufwand, wie bildet man digitale Hochschullehre in Lehrverpflichtungsverordnungen ab, die bislang ausschlie\u00dflich auf \u201eKontaktzeit\u201c im Sinne von \u201eDann-stehe-ich-im-H\u00f6rsaal-oder-Seminar\u201c ausgelegt sind und Lehre in Semesterwochenstunden (SWS) oder Lehrveranstaltungsstunden (LVS) erfassen. Okay, es findet sich bei n\u00e4herer Suche auch ein Hinweis aufs Digitale: \u201eDie Erstellung und Betreuung von Multimediaangeboten kann in einem dem Zeitaufwand entsprechenden Umfang bei der Erf\u00fcllung der Lehrverpflichtung ber\u00fccksichtigt werden.\u201c So steht es beispielsweise in der Landeslehrverpflichtungsverordnung von Niedersachsen, genauer definiert wird auch in anderen Durchf\u00fchrungsverordnungen der L\u00e4nder nicht. Angesichts aktueller Gegebenheiten steht die Frage im Raum, ob die W\u00e4hrung \u201eLVS\u201c in der Praxis digitaler Lehre \u00fcberhaupt noch zeitgem\u00e4\u00df ist. Konsultationen finden h\u00e4ufiger statt, sind umfangreicher, Vorlesungen manchmal k\u00fcrzer, dichter und vielleicht auch effektiver. Zumindest dann, wenn sie gut produziert sind. Ergo: Lehre, die alle digital verf\u00fcgbaren Werkzeuge und M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pft, wird von den geschaffenen Anreizsystemen nicht erfasst, und sie wird vom politischen Akteur nicht aktiv gef\u00f6rdert. Denn gute digitale Lehre zieht alle Register der Interaktion, mischt Lehrformen und Genres, und ihre Akteure sind in der Lage selbstsicher Kanalentscheidungen zu treffen. Das hei\u00dft, sie k\u00f6nnen schnell und am jeweils beabsichtigten Lernergebnis orientiert entscheiden, welche Lernaufgaben in Form von B\u00fcchern, k\u00fcrzeren Beitr\u00e4gen und Texten, in Form von Audiodateien, Video, interaktiven Foliens\u00e4tzen, \u201eLivekorrekturen\u201c, eines Quiz, einer Sortieraufgabe oder der gegenseitig digital verteilten Korrektur von Hausaufgaben gestellt werden. All dies geschieht vor dem Hintergrund didaktisch sinnvoller Entscheidungen und sorgf\u00e4ltiger Abw\u00e4gungen. Moderne On- und Offlinelehre unterscheiden sich am Ende nur durch die gew\u00e4hlten Medien, oder, besser: Kan\u00e4le.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz unabh\u00e4ngig davon, wie das Bewertungsproblem politisch gel\u00f6st werden kann, wird man am Ende zur Erkenntnis gelangen, dass ausgehend von einem zunehmenden Wettbewerb im Hochschulwesen jene profitieren, deren Lehrpersonal hohe Medienkompetenz bezogen auf Nutzung, Produktion und Kanalentscheidungen besitzt. Ein weiterer Aspekt: Je mehr Bedeutung die medienvermittelte Lehre erlangt, umso st\u00e4rker r\u00fcckt die Arbeit mit Studierenden an deren Schl\u00fcsselkompetenzen ins Blickfeld. Spinnt man diese Gedankenstr\u00e4nge weiter, dann ben\u00f6tigt moderne Lehre zwei grundlegende Neuordnungen: erstens jene, die sich auf die Anreizsysteme bezieht, zweitens eine, die sich die Lehr Lern-Beziehung vornimmt. Bei der letztgenannten w\u00e4ren die Lernaufgaben (im Sinne von Ver\u00e4nderungsanforderungen) auf Seiten der Lehrenden mindestens so umfassend wie jene auf Seiten der Lernenden: Im einen Fall geht es insbesondere um Medien- (oder Kanal-) im anderen um Selbstorganisationskompetenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Hochschulen Bildungsreinrichtungen bleiben wollen (die ohne Zweifel Erkenntnisse aus der Forschung unmittelbar umsetzen wollen, nicht dass jemand auf falsche Ideen kommt), dann wird dies nur mit Hilfe einer (schl\u00fcssel-)kompetenzorientierten Qualifizierungsoffensive gelingen. Man kann dies auch viel einfacher formulieren: Hochschullehrer sind die direkte Lehre in H\u00f6rsaal oder Seminar gewohnt, sie sind keine Bewegtbild-Profis mit TV-Routine: Dies gilt f\u00fcr den Auftritt vor Kameras, f\u00fcr Diktion und didaktische Umsetzung der Lehrinhalte, dies gilt auch und gerade f\u00fcr die Formulierung von Texten, die \u201esprechbar\u201c sind. Die Arbeit mit Mikrofon und Schnittsoftware, vor der Kamera sowie bei \u201eStoryboarding\u201c, Konzeption, Bildkomposition und Nachbearbeitung erfordern recht umfassendes kreatives und technisches Know-how \u2013 und die Rolle des Hochschullehrers unterscheidet sich in dieser Situation diametral vom Auftritt im H\u00f6rsaal oder dem Diskurs im Seminar.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann man Lehrveranstaltungen direkt mit mehreren Kameras in der konkreten H\u00f6rsaalsituation umzusetzen. Aber auch das erfordert gute Regie. Wer eine 90-min\u00fctige Lehrveranstaltung inklusive Nachbearbeitung sorgf\u00e4ltig mit Hilfe von AV-Medien umsetzen will, ben\u00f6tigt abh\u00e4ngig von der Konzeption zwischen 15 und 150 Stunden an Umsetzungszeit. Dies w\u00fcrde dann folgende Arbeiten mit umfassen: didaktisches Konzept, Auswahl der Themen f\u00fcr Einspielfilme, Dreharbeiten f\u00fcr die Einspielfilme, Schnitt und Tonnachbearbeitung der Einspieler, Aufzeichnung der Moderation und finale Nachbearbeitung. Noch umfangreicher bezogen auf den Produktions-Workload fallen Moodle-Kurse aus, die neben Audioangeboten, Filmzuspielungen, Animationen und die Anwendung weiterer H5P-Werkzeuge umfassen. Wohlgemerkt: Digitale Lehre mit souver\u00e4nen Kanalentscheidungen sucht Professionalit\u00e4t. Wer sich heute in der Bildungslandschaft tummelt, wird eine Vielzahl von Ergebnissen der audiovisuellen Umsetzung von Lehrinhalten finden, die den Sehgewohnheiten der Zielgruppe \u2013 Studierende \u2013 kaum entsprechen. Diese Sehgewohnheiten sind gepr\u00e4gt von oft einfach, im Kern aber sehr professionell umgesetzten Bewegtbildangeboten auf Online-kan\u00e4len.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorschlag zur G\u00fcte: Bewegtbild steht f\u00fcr die hohe Kunst der medienvermittelten Hochschullehre. Bezogen auf die Medienkompetenz sollten Lehrende deshalb zuerst ihre F\u00e4higkeiten im Bereich Audioproduktion ausbauen und lernen, \u201eSpreche zu schreiben\u201c, wie dies im Titel zu diesem Beitrag angeregt ist. \u00dcbrigens selbst dann, wenn bewegtes Bildmaterial hinzukommt, bleibt die Tonspur ein entscheidender Kanal, in der Produktion von Dokumentarfilmen beispielsweise gilt seit jeher die Regel: Ton vor Bild. Der zus\u00e4tzliche Vorteil, der sich auf diese Weise bietet: Didaktik kann zur Podcast- und damit zur Unterwegsdidaktik avancieren und in Autoradios oder \u00fcber das Mobiltelefon im \u00d6ffentlichen Personen-Nahverkehr genutzt werden. Nun stellen gute Audioangebote ebenfalls vor Herausforderungen \u2013 diese jedoch sind von deutlich geringerem Umfang, als dies im Rahmen von \u201eBewegtbildlehre\u201c der Fall ist. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen auch reine H\u00f6rangebote Flipped Classroom-Konzepte unterst\u00fctzen, Lerninhalte strukturieren und einen Diskurs befeuern. Da die audiovisuelle Umsetzung in der Anschauung, oft suboptimal erscheint, k\u00f6nnte die Audio-plus-Skript-Variante eine durchaus interessante Alternative bieten, die einer \u201eBeschadung\u201c der Lehrenden durch Schrottvideos entgegensteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines sollte zum Schluss noch erw\u00e4hnt werden: die Angst, dass man als Lehrender vor Ort nichts mehr zu tun hat, weil nun alles die AV-Profis \u00fcbernehmen und man selbst nur mit deren Inhalten arbeiten kann. Nun, diese Angst ist dann zumindest unbegr\u00fcndet, wenn man sich in der Lehre darauf besinnt, was Menschen ver\u00e4ndert, was sie entwickelt. Der entscheidende Faktor hei\u00dft \u201eBegleitung\u201c (der Autor war hier versucht zu schreiben: \u201eliebende Begleitung\u201c, vielleicht sollte man zumindest \u201ezugewandte Begleitung\u201c formulieren) \u2013 und die braucht den pers\u00f6nlichen Kontakt, den Austausch \u2013 ob digital oder analog vermittelt, sie erfordert, den einzelnen Menschen zu sehen, dessen M\u00f6glichkeiten und Anstrengungsmotivation. In Lernkrisen m\u00fcssen Lehrende zur Seite stehen und zum Weitermachen motivieren. Ein wichtiger Satz in diesem Kontext stammt von Timothy Slayter, der unter anderem das Buch \u201eUniversity Teaching Matters\u201c geschrieben hat. Er sagt sinngem\u00e4\u00df: \u201eGute Lehre ist hoch komplex, und sie f\u00fchrt auf beiden Seiten zu Frustrationen\u201c. Diese Frustrationen sind wichtig, denn nur sie k\u00f6nnen am Ende zu H\u00f6chstleistungen motivieren, ein \u00dcber-Sich-Hinauswachsen erm\u00f6glichen. Lernen ist anstrengend \u2013 und es muss und darf an innere Grenzen f\u00fchren, je \u00f6fter dies der Fall ist, desto erfolgreicher das Bildungssystem. Die Digitalisierung gibt neue M\u00f6glichkeiten an die Hand, Komplexit\u00e4t zu beherrschen. Wenn Hochschullehre wie von Timothy Slayter beschrieben hoch komplex ist, dann sollten wir diese M\u00f6glichkeiten begr\u00fc\u00dfen, ja nachgerade umarmen, uns ihrer annehmen und daf\u00fcr auch die politischen Weichen stellen. Wir haben aktuell die Chance, das beste aller denkbaren Systeme hochschulgebundener Bildung zu schaffen. Wir sollten sie nicht ungenutzt vorbeiziehen lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>Grafik: Johanna Benz \/ johannabenz.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Hochschullehre stellt bew\u00e4hrte Systeme vor gro\u00dfe Herausforderungen \u2013 gewohnte Routinen werden durchbrochen, das System muss sich an vielen Punkten neu (er)finden. 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