Pro­jekt­lauf­zeit:

von 2010 bis 2013

Lei­tung:

Harald Rau

Koor­di­na­ti­on:

Maria Pöt­te­ring

Metho­den:

Fall­stu­di­en

For­schungs­feld:

Men­schen sind seit jeher in sozia­le Netz­wer­ke ein­ge­bun­den, mit dem Auf­kom­men neu­er Tech­no­lo­gien kön­nen vie­le sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Theo­rie­bau­stei­ne in neu­em Licht betrach­tet wer­den.

Zum Pro­jekt:

Im Fokus die­ses For­schungs­pro­jekts steht die Ana­ly­se sozia­ler Netz­wer­ke anhand ihrer Effi­zi­enz, wel­che über die rei­ne Ver­bin­dung ein­zel­ner Punk­te, der Kon­nek­ti­vi­tät hin­aus­geht. Die Kom­ple­xi­tät von „Effi­zi­enz“ in sozia­len Netz­wer­ken ergibt sich aus dem Span­nungs­feld wirt­schaft­li­cher, publi­zis­ti­scher und „tech­nik­so­zia­ler“ Betrach­tungs­wei­sen, die in das vor­lie­gen­de For­schungs­pro­jekt mit ein­flie­ßen. So gese­hen ist eine inter­dis­zi­pli­nä­re wis­sen­schaft­li­che Her­an­ge­hens­wei­se zwin­gend, wel­che Publi­ka­tio­nen der Netz­werk­for­schung, des stra­te­gi­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­con­trol­lings mit in der Pra­xis exis­ten­ten Wert­be­rech­nungs­mo­del­len ver­bin­det.

Im bis­he­ri­gen For­schungs­ver­lauf wur­den die fol­gen­den, die Kom­ple­xi­tät redu­zie­ren­den Effi­zi­enz­trei­ber für sozia­ler Netz­wer­ke nach­ge­wie­sen und beschrie­ben:

1. tech­ni­sche Para­me­ter wie z.B. Mul­ti­me­di­a­li­tät, Modu­la­ri­tät von Inhal­ten, Wart­bar­keit, Sicht­bar­keit

2. sozia­le Para­me­ter wie z.B. Infor­ma­ti­ons­aus­tausch, Iden­ti­fi­ka­ti­on, Rück­keh­rer­quo­te, Zuge­hö­rig­keit zum „Social Graph“, Ein­satz von Ambassa­dors, Kol­la­bo­ra­ti­on und intel­li­gen­te Pro­jekt­ar­beit (Haban, Scrum)

3. wirt­schaft­li­che Para­me­ter wie z.B. Con­ver­si­on Rate, Kun­den­bin­dung, Mar­ken­treue durch Emp­feh­lun­gen oder Abon­ne­ments, Kos­ten­re­duk­ti­on, Moti­va­ti­on der Mit­ar­bei­ter

Nach der Ana­ly­se bestehen­der Best-Prac­ti­ces des Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Medi­en­ma­nage­ment wur­den The­men­fel­der iden­ti­fi­ziert, wel­che aus For­schungs­sicht inno­va­tiv und pro­fil­bil­dend für die Ost­fa­lia Hoch­schu­le sind. Eine Prä­mis­se hier­für ist immer, dass die gewähl­ten For­schungs­schwer­punk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht als „Kos­me­tik“ betrach­ten, son­dern die dahin­ter­lie­gen­den Pro­zes­se, Struk­tu­ren und Orga­ni­sa­ti­ons­kul­tu­ren mit beden­ken. Die ana­ly­ti­sche Erar­bei­tung von Case Stu­dies erlaubt sowohl die Abs­trak­ti­on ein­zel­ner “Best Prac­ti­ces” aus der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pra­xis als auch die Ver­an­ke­rung kon­kre­ter Kenn­zah­len. Somit wur­de eine Ope­ra­tio­na­li­sie­rung für den wei­te­ren Ver­lauf des For­schungs­pro­jekts bereits erfolg­reich erar­bei­tet. Um eine Umset­zung der For­schungs­pro­jek­te zu garan­tie­ren, leg­te das For­scher­team sich auf zwei The­ma­ti­ken fest.

Erkennt­nis­ge­winn: 

Die Bewer­tung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leis­tun­gen inner­halb sozia­ler Netz­wer­ke ist in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pra­xis (ins­be­son­de­re im Kom­mu­ni­ka­tions­man­age­ment) in höchs­tem Gra­de rele­vant. Ziel ist es, abschlie­ßend aus der Feld­for­schung all­ge­mein­gül­ti­ge Hand­lungs­an­wei­sun­gen und Kenn­zah­len für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pra­xis zu erschlie­ßen. Die Autoren wer­den so zur Ent­wick­lung einer gewich­te­ten For­mel befä­higt, wel­che die Ent­schei­dun­gen von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lun­gen über Auf­wän­de in sozia­len Netz­wer­ken fun­diert. Somit wird ein wich­ti­ger Bei­trag zur For­schung zu Wert­schöp­fung, Netz­werk­ef­fi­zi­enz und publi­zis­ti­scher Qua­li­tät von Kom­mu­ni­ka­ti­on geleis­tet.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt gibt es hier.